Stadtverordnetenvorsteher soll Parteifreund rügen

Hans Ries fordert ein Puppenverbot

Stein des Anstoßes: Die neue Figur des Stadtverordneten Hans-Jürgen Fischer. Foto: Reymond

Heringen. Bürgermeister Hans Ries ist empört über das Verhalten des SPD Stadtverordneten Hans-Jürgen Fischer, der in der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments wieder einmal eine Figur auf seinem Tisch platzierte.

Bis vor wenigen Monaten war es eine Pinocchio-Figur mit langer Nase. Immer, wenn der Bürgermeister ans Rednerpult ging, wurde die Nase der Holzfigur von Fischer durch eine noch längere ersetzt. Dieses Verhalten Fischers war durch den Stadtverordnetenvorsteher Detlef Scheidt – nach Aufforderung durch den Bürgermeister – gerügt worden. Fischer durfte die Holzfigur nicht mehr platzieren.

In der Sitzung am 15. Oktober setzte Fischer dann eine andere Figur auf den Tisch, um damit erneut zu provozieren. „Herr Fischer ohrfeigte die Puppe oder er warf sie vom Tisch, wenn ich ans Rednerpult ging“, sagt Ries. Nun fordert der Bürgermeister den SPD-Stadtverordnetenvorsteher dazu auf, seinen Parteifreund Fischer aufzufordern, keinerlei Figuren mehr aufzustellen, da dieses Verhalten die ganze Stadt diskreditieren würde.

„Ich fordere Sie nun nochmals auf, dafür Sorge zu tragen, dass sich Ihr Parteifreund in Zukunft angemessen verhält und wenn das nicht möglich ist, ihn des Sitzungsraumes zu verweisen. Ich gehe davon aus, dass ansonsten nicht nur ich, sondern auch andere Mandatsträger den Raum verlassen werden, da das Benehmen des Herrn Fischer einfach nur noch unerträglich ist“, erklärt Bürgermeister Ries.

Heute Abend findet im Heringer Bürgerhaus ab 17 Uhr die nächste öffentliche Sitzung des Stadtparlaments statt.

Von Mario Reymond

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