Marco S. aus Rotenburg

Hartz-IV-Empfänger über GEZ-Nachfolger: "Dreiste Abzocke"

Rotenburg. Der 28-jährige Marco S. aus Rotenburg ärgert sich über Post vom GEZ-Nachfolger „Beitragsservice“. Eine „dreiste Abzocke“ nennt der Hartz-IV-Empfänger, der von Rundfunkbeiträgen befreit ist, das, was er in den vergangenen Wochen erlebt hat.

Da er in diesem Jahr seine Arbeitsstelle verlor, hatte er Anfang Oktober die Befreiung beantragt. Diesem Antrag wurde stattgegeben – vom 1. Oktober dieses Jahres bis 31. März 2014 muss Marco S. keine Gebühren zahlen. Er kündigte seinen Dauerauftrag zur Überweisung des Beitrags Ende Oktober – da war der Betrag von 17,98 Euro für diesen Monat aber bereits bezahlt.

Doch statt ihm dieses Geld zurückzuerstatten, schickte der Beitragsservice ihm eine Zahlungsaufforderung über 17,98 Euro – für den Monat September. Das Geld für diesen Monat sei nicht eingegangen, heißt es im Schreiben des Beitragsservice – obwohl der Betrag wie üblich per Dauerauftrag vom Konto abgebucht wurde. Marco S. kann das anhand von Kontoauszügen belegen.

Marco S. ärgert sich, denn für ihn als Hartz IV-Empfänger ist das ein hoher Betrag. „Davon könnte ich für eine Woche gut einkaufen“, sagt er. Er habe sein Geld für den Monat Oktober nun per E-Mail beim Beitragsservice zurückgefordert und warte nun auf eine Antwort.

Seit Anfang des Jahres gilt die neue Regelung, nach der jeder Haushalt einen festen Betrag für Rundfunkgebühren an den Beitragsservice der öffentlich-rechtlichen Sender zahlen muss – unabhängig davon, ob ein Radio- oder Fernsehgerät vorhanden ist. Das sollte auch Klarheit schaffen, wer was zu zahlen hat.

Wir möchten von Ihnen wissen: Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Funktioniert die neue Regelung? Hatten Sie auch schon mal Ärger, mit der GEZ oder ihrem Nachfolger? Schreiben Sie uns: rotenburg@hna.de

Rubriklistenbild: © dpa

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