Viel Platz für die Jüngsten

Hauneck investiert 1,2 Millionen Euro in die Kinderbetreuung

Richtfest: Vom künftigen Balkon des Anbaus an die Kita Villa Kunterbunt in Unterhaun richteten Bürgermeister Harald Pressmann (Mitte) und Zimmerer- und Dachdeckermeister Steffen Nienhaus das Wort an die Gäste.
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Richtfest: Vom künftigen Balkon des Anbaus an die Kita Villa Kunterbunt in Unterhaun richteten Bürgermeister Harald Pressmann (Mitte) und Zimmerer- und Dachdeckermeister Steffen Nienhaus das Wort an die Gäste.

Die Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ in Unterhaun ist schon wieder zu klein. Jetzt werden weitere Gruppenräume für Krippenkinder angebaut.

Unterhaun – Bereits am 1. Oktober 2014 wurden zwei neue Krippenräume, die Platz für 24 Kinder im Alter von ein bis drei Jahren bilden, eröffnet. Nicht einmal vier Jahre später war die Not abermals groß. Immer häufiger wurden von Eltern Krippenplätze für ihre Kleinen angefragt, sodass die Gemeindevertretung im August 2019 einen abermaligen Anbau beschloss. Aufgrund der Corona-Pandemie verzögerte sich das Bauvorhaben. Gestern wurde nun Richtfest gefeiert.

Auf zwei Etagen mit jeweils 230 Quadratmetern Nutzfläche entstehen drei weitere Krippengruppen. Beide Etagen werden aufgrund der besonderen Hanglage nach der Fertigstellung ebenerdig zu erreichen sein.

Für den Anbau waren im Jahre 2019 Kosten in Höhe von 1,14 Millionen Euro vorgesehen. Aktuell sind daraus 1,2 Millionen geworden. Wegen der angespannten Situation auf den Rohstoffmärkten könnten laut Bürgermeister Harald Pressmann die Kosten aber noch auf 1,3 Millionen Euro steigen.

Der Friedewalder Projektplaner Bernd Emmerich erklärte die Problematik mit Blick auf die Holzpreisentwicklung: „Ende 2020 kostete ein Kubikmeter 360 Euro. Aktuell bewegt sich der Preis zwischen 800 und 950 Euro. Und wird reden da nicht von Leimholz, sondern lediglich von Standardholz.“ Auf jeden Fall erhält die Gemeinde Hauneck einen Kostenzuschuss über 900 000 Euro von Land und Bund für dieses Bauprojekt.

Bis jetzt wurden laut Bürgermeister 413 821 Euro „verbaut“. Die Erd- und Rohbauarbeiten wurden mit Beginn des Frühjahrs von Mitarbeitern der Schenklengsfelder Baufirma Eichenauer erledigt. Die Dachdeckerarbeiten wurden von Beschäftigten der Rotenburger Holzbau Hahn GmbH ausgeführt. Deren Mitarbeiter Steffen Nienhaus, Zimmerer- und Dachdeckermeister, ließ es sich gestern Nachmittag nicht nehmen, den obligatorischen Richtspruch zum Besten zu geben. Dabei lobte er die bisherigen Leistungen der auf der Baustelle eingesetzten Handwerker: „Hoch lebe jeder Baugeselle, der tätig war an dieser Stelle.“ Und auch die Kinder vergaß Nienhaus nicht: „Den Kindern werde Glück und Heil. Gesundheit, Heiterkeit und Frieden, sei ihnen immerdar beschieden“.

Jetzt, da das Dach dicht sei, könne mit dem Einsetzen der Fenster und Türen begonnen werden, damit auch die weiteren Gewerke wie Elektro-, Heizungs- und Lüftungsarbeiten zügig umsetzt werden, so Bürgermeister Pressmann. (Mario Reymond)

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