Zwei Projekte – ein Konzept

Hauneck: Planungen für Pflegeresort und Fotovoltaikanlage nehmen Fahrt auf

Soll sich in die Landschaft einfügen: Das Anima Care Resort ist zwischen Sieglos, Eitra und Bodes geplant, wo sich jetzt noch Wiesen und Ackerflächen befinden.
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Soll sich in die Landschaft einfügen: Das Anima Care Resort ist zwischen Sieglos, Eitra und Bodes geplant, wo sich jetzt noch Wiesen und Ackerflächen befinden. Die Visualisierung zeigt das Resort mit dem Demenzbereich im vorderen Bildbereich, dahinter Richtung B 27 befinden sich zwei w-förmige Zwillingsgebäude und das Gebäude mit SB-Markt und Parkflächen (rechts). Vorn im Bild verläuft die Fuldaer Straße, links die Eiterfelder Straße/Rhönstraße, rechts die B 27.

Die Planungen für das im Ortsteil Eitra der Gemeinde Hauneck geplante Pflegezentrum namens Anima Care Resort nimmt weiter an Fahrt auf, sodass es wie geplant bis ins Jahr 2023 hinein realisiert werden könnte.

Unterhaun – Bereits am Freitag vergangener Woche hatte sich der Zentralausschuss des Regierungspräsidiums in Kassel einstimmig für das Vorhaben ausgesprochen. Lediglich zwei größere Veränderungen müssen in den angedachten Plänen der Gemeinde vorgenommen werden.

So sei die Einstimmigkeit im Zentralausschuss nur zu erreichen gewesen, da die Gemeinde Hauneck Kompromissbereitschaft signalisierte. Der im Gesamtkonzept bisher vorgesehene große Einkaufsmarkt darf in der vorgesehenen Form nicht gebaut werden, da es in Hauneck bereits genügend derartige Einkaufsmöglichkeiten gebe.

Flächen für Landwirtschaft müssen bleiben

Auch die im Bereich Bodes geplante sieben Hektar große Fotovoltaikfläche – benötigt zur Energieversorgung des geplanten Resorts – muss von der Bundesstraße 27 weg und weiter hinauf zur Ortslage von Bodes errichtet werden, da die bisher vorgesehenen Flächen weiter für die Landwirtschaft vorgehalten werden müssten.

Bürgermeister Harald Pressmann erklärte dazu im Haupt- und Finanzausschuss am Mittwochabend, dass es wegen der Veränderungen hinsichtlich des Fotovoltaik-Standorts aber zu keinerlei Blendwirkung bei starker Sonneneinstrahlung für die Menschen in Bodes kommen werde. Die Module würden talwärts geneigt in Richtung Bundesstraße zeigen.

Überzeugt von den Ausführungen Pressmanns empfahlen die fünf Ausschussmitglieder der Gemeindevertretung einstimmig, den überarbeiteten Vorlagen ihre Zustimmung zu geben.

Und das taten diese in der anschließenden Sitzung hinsichtlich des Pflegeresorts und der Fotovoltaikanlage fast einmütig.

Lediglich bei den notwendigen Beschlüssen zur Fotovoltaik hatte der SPD-Vertreter Wilhelm Glebe angekündigt, dagegen votieren zu wollen, da ihm die Module nun zu dicht an der Wohnbebauung aufgestellt würden. Allerdings fühlte er sich dann bei den vielen notwendigen einzelnen Abstimmungen wohl ein wenig irritiert, sodass er auch beim Pflegeresort einmal ablehnend seine Hand hob.

Mit den aktuell gefassten Beschlüssen ist der Weg für das weitere Prozedere frei. Hinsichtlich des Pflegeresorts und der Fotovoltaikanlage werden nun beide Bauleitplanverfahren nach Genehmigung durch das Regierungspräsidium wirksam.

Zuvor muss das RP natürlich bei beiden Projekten der jeweiligen Flächennutzungsplanänderung zustimmen. Dies dürfte schon bald geschehen, zumal der vorgeschaltete Zentralausschuss ja sowohl dem Pflegeresort, als auch der Fotovoltaikanlage wohlwollend gegenübersteht. (Mario Reymond)

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