Musikfestival in Odensachsen

Haune-Rock: Thundermother und Extrabreit begeisterten die Fans

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Altrocker: Extrabreit feuten sich mit ihren Fans nicht nur über die brennende Schule.

Ausnahmezustand herrschte dank des dritten Haune-Rock-Festivals in Odensachsen. Als Headliner begeisterten Thundermother und Extrabreit die Fans etwas härterer Musik.

Test. Test. Eins, zwei, drei. Test. Haune? ROCK! Die Stille wird jäh unterbrochen. 362 Tage Ruhe und Idylle im Jahr reichen dem Haunetaler in der Regel. Drei Tage im Jahr ist er Haune-Rocker. Vergangenes Wochenende herrschte wieder Ausnahmezustand in Odensachsen.

Christian Bergmann und seine Nordhessen Drei aus Kassel rockten die Stücke des Man in Black, Jonny Cash, und eröffneten damit offiziell das Festival. Es folgte der MGV 1899 Wehrda. Bei der Interpretation von „Alt wie ein Baum“ gab es für die Jung- und Altrocker kein Halten mehr und sie grölten alle mit. Abgerundet wurde das Programm am Donnerstag von den bekannten Haunetaler Rockern der Rappelkiste. Bis weit nach Mitternacht rockten sie mit ihren sehr präzisen und stimmungsgeladenen Interpretationen von ACDC, Thin Lizzy und den Chili Peppers.

Am Freitag legten um 17 Uhr bei strömendem Regen dann Lane aus Bad Hersfeld los. Die vierköpfige Truppe eröffnete den Festival-Tag mit handgemachtem Rock und Hardrock.

Bei dem selbstgemachten Punk-Rock von Radio Havanna tanzten sich die Fans förmlich die Nässe und die Kälte aus den Knochen.

Überrascht waren viele, als nach dem kurzen Umbau Mandowar auf der Bühne standen. Drei Männer mit sehr kleinen Instrumenten aber einem großen Sound. Eine Mandoline, ein Ukulelen-Bass und eine Gitarre. Sie rockten zu aller Begeisterung Klassiker wie „Hells Bells“, „Killing in the Name“ oder „Poison“.

Das war die richtige Einstimmung auf die erste internationale Band: Thundermother aus Schweden. Die Musikerinnen fegten mit tiefen, mitreißenden Gitarrenriffs die Bühne, das Schlagzeug wummerte aus den Bass-Boxen und die Haunerocker rasteten völlig aus. Der Regen war vergessen, die Kälte vertrieben, das Publikum vereint in den Klängen des Hardrock und an diesem Abend fröstelte niemand mehr.

Frauenpower aus Schweden: Thundermother sorgten für prächtige Stimmung.

Alex Im Westerland löste sie schließlich mit Coversongs von den Toten Hosen und den Ärzten ab und hielt die Menge für den Rest der Rocknacht warm.

Dem soliden, geradlinigen Rock von Streamline, einer Institution in Bad Hersfeld und Umgebung, wenn es um Coverrock geht, folgte am Samstag der harte Rock von Engine, einer weiteren Haunetaler Band um Erik Groesch, Schlagzeuger von Engine und Leiter der Haunetaler Musikschule.

Dann begeisterte Bäckside mit Coversongs aus den vergangenen vier Jahrzehnten. Sie heizten gut ein und machten damit einen gelungenen Auftakt für die Headliner des Abends: Die Altrocker von Extrabreit. Nach ihrer Jubiläumstour „40 verdammte Jahre“ in 2018 waren sie nun auf dem Haunerock. Bei „Flieger grüß mir die Sonne“ kam ein jeder Rocker auf seine Kosten und konnte lauthals mitsingen, und auch die zahlreichen Junior-Haunerocker waren voller Begeisterung, als alle „Hurra, Hurra die Schule brennt“ grölten.

Die größte Überraschung des Abends kam jedoch danach, als die Killerpilze die Bühne betraten. Der Funke sprang vom ersten Song an über. Den krönenden Abschluss für alle, die noch immer Energie hatten, bildeten One Step Closer, eine der erfolgreichsten Linkin-Park-Coverbands. Diese Tribute Band verlangte dem Publikum auch das letzte Quäntchen Energie ab.

Wer allerdings immer noch nicht genug davon bekommen hat, darf sich schon mal freuen: Der Termin für den Haune-Rock im kommenden Jahr steht schon fest. Gerockt wird 2020 von Donnerstag, 9. Juli, bis Samstag, 11. Juli.

Von Joshua Steinberg

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