Sammelbestellung bringt wenig und ist mit Risiko verbunden

Heizöl ist deutlich teurer als im Vorjahr

Hersfeld-Rotenburg. Deutlich höher sind zurzeit die Preise für Heizöl im Vergleich zum Vorjahr. Es verteuerte sich binnen Monatsfrist um 3,5 Prozent und kostete 23,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Das hat das Statistische Bundesamt ermittelt. Im Kreis lag der Preis noch am Mittwoch bei etwa 66 Euro inklusive Mehrwertsteuer für 100 Liter Heizöl, die Tendenz geht nach oben.

Die Nachfrage sei zurzeit hoch, erklärte beispielsweise Evi Günther, Mitarbeiterin von Günther V.W. Heizöl Bebra. Etwa 60 Prozent der Tanks seien noch leer, so schätzt man in Bebra. Günther sieht bisher insgesamt eher eine Stagnation des Preises. Man gehe aber davon aus, dass er steige und empfehle, jetzt zu kaufen. Schließlich steht der Winter bevor.

Eine genaue Prognose kann aber keiner abgeben. Die Entscheidung, wann man am besten kaufe, könne man keinem abnehmen, sagte ein Sprecher der Pfetzing Heizöl GmbH in Alheim. Die Leute träumten noch von Preisen unter der magischen Grenze von 50 Euro plus Mehrwertsteuer für 100 Liter Heizöl. Aufträge seien da, aber teilweise noch nicht freigegeben. Der Sprecher wies darauf hin, dass es keine festen Termine mehr gebe: Nichts sei unmöglich, auch nicht bessere Preise im Februar als im August.

Nur wenig könne man durch Sammelbestellungen sparen, sagten die befragten Händler. Verbraucherverbände empfehlen teilweise solche Bestellungen, jedoch können die Sammelbesteller haftbar gemacht werden, wenn einer nicht zahlt. Da gebe es ab und zu mal ein Problem, so die Händler, jedoch würden Neukunden überprüft, und die erste Lieferung gebe es nur gegen Vorkasse.

Maik Reinhardt von der Mineralölhandels GmbH Kurt Günther Avia (Rotenburg und Bad Hersfeld), die die Heizölsparte von Lomo übernommen hat, sagte, bei einer Sammelbestellung von vier oder fünf Kunden könnte etwa ein Cent pro Liter gespart werden. Mehr sparen könne, wer zum günstigsten Zeitpunkt kaufe. Jetzt habe man übers Jahr gerechnet einen Mittelwert.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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