Toni Gerlach und Klaus Hartwig reisen für zwei Monate nach Simbabwe

Sie helfen im Waisenhaus

Vor der Abreise: Unser Foto zeigt von links Klaus Hartwig, Toni Gerlach und Nicole Schilling. Foto: Meyer

Lispenhausen. Wenn alles läuft wie geplant, dann werden Toni und Klaus am Montag um kurz vor 14 Uhr aus dem Flieger steigen und das Rollfeld des Flughafens von Harare betreten, der Hauptstadt von Simbabwe. Petra Krumpen, eine Deutsche und ehemalige Lispenhäuserin, wird Ausschau halten nach den beiden jungen Männern aus Rotenburg, die als Hellhäutige auf dem kleinen Flughafen sicher auffallen. Toni Gerlach und Klaus Hartwig werden sich für zwei Monate in den Dienst eines Waisenhauses stellen.

Krumpen wird die jungen Männer, die dann 15 Stunden Reise hinter sich haben, in ihren Jeep laden, und dann beginnt die Fahrt in die Berge, zum Wohnhaus von Krumpen nahe dem Waisenhaus. Klaus und Toni wissen noch nicht, ob die Straßen holprig und staubig sein werden, wie es die verbreitete Vorstellung von Afrika vermuten lässt. Dass es heiß ist, das haben die beiden im Internet in Erfahrung gebracht. 30 bis 40 Grad im Schatten - der afrikanische Sommer beginnt.

Tabletten gegen Malaria

Toni und Klaus sind vom Naturell her Abenteurer, aber sie haben sich vorbereitet. Zur Impfung waren sie in Deutschland und haben sich auf Anraten von Petra Krumpen eine Schachtel mit weißen Tabletten gegen Malaria besorgt, obwohl, wie das Internet verraten hat, die Gegend ihres Reiseziels kein Risikogebiet ist.

Hinten im Jeep werden, falls es holprig ist, vier Koffer auf und ab hüpfen. Darin befinden sich nicht nur die Kleider der beiden, sondern auch jede Menge Hilfsgüter: Schuhe, Medikamente, Wasserkocher, Pakete mit Geschenken. Toni und Klaus transportieren die Dinge im Auftrag des Lispenhäuser Vereins Wuwis, dessen Name „Wir unterstützen Waisenkinder in Simbabwe“ abkürzt. Petra Krumpen, die den Jeep lenkt, ist das Bindeglied des 2008 gegründeten Vereins nach Simbabwe. Krumpen war Jugenddiakonin in Lispenhausen und arbeitet jetzt für den evangelischen Entwicklungsdienst in Simbabwe. Sie sorgt dafür, dass die Hilfe des kleinen Vereins aus Lispenhausen im St. Augustines-Waisenhaus ankommt.

Nicole Schilling aus Lispenhausen ist die Vorsitzende von Wuwis und hat für die beiden jungen Männer, die durch ein Benefizkonzert auf den Verein und das Waisenhaus aufmerksam wurden, den Kontakt hergestellt. Toni hat in diesem Jahr Abitur gemacht und will im nächsten Jahr eine Ausbildung beginnen, Klaus ist 23 und dabei, sich beruflich zu orientieren.

Lage auf Fahrt erklären

Auf der dreistündigen Fahrt wird Petra Krumpen den beiden Rotenburgern die Lage erklären und Fragen beantworten: Wie viele Kinder leben im Waisenhaus? Wie sind die Lebensumstände? Welche Aufgaben werden Klaus und Toni haben? Wenige Tage zuvor, in Deutschland, erklärte Klaus Hartwig es so: „Wir wollen zeigen, dass die Möglichkeit besteht, Abenteuer und etwas Nützliches zu kombinieren.“ Und Klaus hatte eine Vermutung: „Es kann sein, dass uns manches ganz schön nahe gehen wird.“ Klaus und Toni haben versprochen, die HNA-Redaktion in der Zeit mit Bildern und Eindrücken zu versorgen.

Von Achim Meyer

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