Hilfe wird gebraucht, Organisation und Koordination dauern aber

Helfer für Flüchtlinge müssen sich gedulden

Hersfeld-Rotenburg. Wer sich im Kreis ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren möchte, muss sich an vielen Stellen noch gedulden.

Die Koordination von freiwilligen Helfern steckt noch in den Kinderschuhen und braucht ihre Zeit. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Erstaufnahmeeinrichtung in Rotenburg, aber auch kreisweit gibt es Initiativen.

Beispielsweise richtet die Gruppe „bunt statt braun“ eine Homepage ein, auf der sich Bürger unter www.taten-bank.de über Einsatzmöglichkeiten informieren können. „Noch ist die Seite im Aufbau“, sagt Mitinitiator Timo Schadt, „erste Angebote stehen aber bereits online. “

Die Stadt Rotenburg bietet die Möglichkeit, sich auf eine Liste als Helfer in der Flüchtlingsunterkunft in der Alheimer-Kaserne eintragen zu lassen. Viele engagierte Bürger haben dies bereits getan, warten aber noch auf ihren Einsatz. Ralf Wassermann, Hauptamtsleiter der Stadt, berichtet, dass bis zur Präventionsratssitzung am Mittwoch, 16. September, die Koordination von Freiwilligen noch ganz in den Händen der Einrichtung liege. Danach wolle sich die Stadt verstärkt einbringen. „Derzeit suchen wir einen Koordinator, der zwischen Stadt und Einrichtung vermittelt und die Freiwilligen betreut“, verrät Wassermann. Auch Thomas Baader, Leiter der Flüchtlingsunterkunft, erklärt: „Die Arbeit der freiwilligen Helfer ist noch nicht angelaufen.“

Zwar gebe es viele Angebote, die jedoch noch selektiert werden müssten. „Neben Deutschunterricht und zahnärztlicher Versorgung haben wir vor allem Dolmetscher- und Freizeitangebote wie Fußball“, erklärt Baader. Für viele Aktivitäten würden allerdings noch die passenden Räumlichkeiten gesucht. Die Kinderbetreuung mit ehrenamtlicher Unterstützung sei aber schon gestartet. Baader ist zuversichtlich, dass vor allem die Freizeitangebote im Oktober beginnen können.

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Rubriklistenbild: © dpa

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