Akkus auftanken in Heringen

Stadt nimmt Ladesäulen für Elektroautos und Pedelecs in Betrieb

Mehrere Menschen stehen neben der Ladesäule für Autos.
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Praxistest: Bei der offiziellen Inbetriebnahme der Ladesäule auf dem Parkplatz des Fritz-Kunze-Bades mit (von links) Bauamtsleiter Michael Franz, Stadtmarketing-Mitarbeiterin Isabel Steinmetz und Bürgermeister Daniel Iliev füllte Sebastian Breker vom EAM Regionalzentrum Mitte gleich den Akku seines Dienstwagens auf.

Fahrer von Elektrofahrzeugen mit zwei und vier Rädern können in Heringen ab sofort einen Tankstopp einlegen: Die Stadt hat zwei neue Ladesäulen für Elektroautos sowie eine E-Bike-Ladestation in Betrieb genommen.

Heringen – Die beiden „Zapfsäulen“ für Elektroautos befinden sich auf dem sogenannten Trabbi-Parkplatz an der Hauptstraße und auf dem Parkplatz des Fritz-Kunze-Bades. Die Ladestation für Fahrräder steht auf dem Anger vor dem Werra-Kali-Bergbaumuseum – und damit in unmittelbarer Nachbarschaft zum überregionalen Werratal-Radweg.

Mit dem Bau der neuen Lade-Infrastruktur hatte die Stadt die EAM Netz beauftragt. Der kommunale Energieversorger übernimmt auch Wartung und Betrieb. „Die Ladesäulen sind an unsere zentrale Netzleitstelle angeschlossen“, erklärte Sebastian Breker, Leiter des EAM-Regionalzentrums Mitte, während der offiziellen Inbetriebnahme.

Säulen und zugehörige Netzanschlüsse haben insgesamt rund 30 000 Euro gekostet. Das Projekt wurde zu 90 Prozent von der gemeinnützigen Gesellschaft Energieeffizienz Kommunal Mitgestalten (EKM) gefördert.

Für Bürgermeister Daniel Iliev ist diese Investition ein weiterer Schritt zur Nachhaltigkeit. Der Anteil der Elektrofahrzeuge nehme nicht zuletzt dank technischer Verbesserungen und höherer Reichweiten kontinuierlich zu. Auch die Stadtverwaltung verzeichne verstärkt Nachfragen nach Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge.

Voraussetzung für den Ausbau der Elektromobilität insbesondere auf weiteren Distanzen sei ein flächendeckendes Netz von Ladestationen, ergänzte Bauamtsleiter Michael Franz. Mit den drei neuen Säulen im Stadtgebiet verschwinde ein weißer Fleck von der Ladeinfrastruktur-Landkarte.

Bezahlt wird die „Tankfüllung“ der Elektroautos auf digitalem Wege: „Die Ladesäulen akzeptieren die Roaming-Karten aller gängigen Anbieter“, erklärte Sebastian Breker. Für das Aufladen der E-Bikes werde keine Gebühr erhoben, erläuterte Stadtmarketing-Mitarbeiterin Isabel Steinmetz als Projektverantwortliche. In drei mit jeweils zwei Steckdosen ausgerüsteten Fächern können die Fahrrad-Akkus während des Ladevorgangs per Zahlencode eingeschlossen werden.

Radtouristen haben so die Möglichkeit, ihren „Tankstopp“ in Heringen beispielsweise für einen Spaziergang durch die Stadt oder einen Besuch im Kali-Museum zu nutzen.

Von Jan-Christoph Eisenberg

Sicher verwahrt: Per Zahlencode werden die Fahrrad-Akkus in der Ladestation vor dem Kalimuseum in drei Fächern eingeschlossen.

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