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Die Proben für das Erwachsenen-Krippenspiel in Heringen laufen

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Der Tisch ist reich gedeckt: Das Team des Heringer Erwachsenen-Krippenspiels bei den Proben.
Der Tisch ist reich gedeckt: Das Team des Heringer Erwachsenen-Krippenspiels bei den Proben. © Kirchengemeinde Heringen/nh

Die Gruppe des Erwachsenen-Krippenspiels in Heringen hat ihre Proben aufgenommen. Das neue Stück soll mehr sein, als eine Nacherzählung der weihnachtlichen Bibelgeschichte.

Heringen – Nachdem in den beiden vergangenen Jahren das Heringer Erwachsenen-Krippenspiel wegen der Corona-Pandemie ganz ausfallen musste beziehungsweise nur vor einem sehr kleinen Publikum aufgeführt werden durfte, soll in diesem Jahr wieder ein neues Stück vor großem Publikum gezeigt werden.

Damit das auch gelingt, haben in der Stadtkirche die Proben für die Aufführung am vierten Adventssonntag begonnen. Das neue Erwachsenen-Krippenspiel von Claus Heymann trägt den Titel „Das fünfte Gedeck – oder die Erwartung“. Dabei werde zum ersten Mal mit einer Verschränkung von Film und Theater gearbeitet, kündigt der Autor und Regisseur an. Auch die Kantorei unter Leitung von Matthias Weber wird sich erneut beteiligen.

Das erste Heringer Erwachsenen-Krippenspiel wurde im Jahr 2007 gezeigt – also genau vor 15 Jahren. Längst sind die Aufführungen zu einer richtigen Theaterproduktion geworden und gehen inhaltlich weit über die szenische Darstellung der biblischen Weihnachtsgeschichte hinaus, was auch auf die Handlung des aktuellen Stücks des Autors und Regisseurs aus Heringen wieder zutrifft: Eine Frau deckt freudig einen festlichen Tisch zu Weihnachten. Beeinflusst von einer osteuropäischen Tradition, legt sie ein weiteres Gedeck für das Christuskind auf.

Dabei wird sie von ihrem nicht weihnachtsskeptischen Mann angesprochen. Es entsteht ein Dialog, der die Sorgen und Ängste der heutigen Zeit in den Blick nimmt.

Dieses Gespräch wird durch ein „weitsichtiges“ Fernrohr von einem der drei Weisen beobachtet. Dem Stern folgend, haben sie sich erwartungsvoll mit ihren Gaben auf den Weg gemacht, um den Weltenretter und Friedensfürst zu finden. Was macht die Erkenntnis mit ihnen, dass sich auch 2000 Jahre später die Bedrohungen und Ängste der Menschen nicht ändern? Wie kann man dann die weihnachtliche Botschaft in den Blick nehmen? Diese Fragen sollen laut Heymann im Zentrum des Stücks stehen.

Aufgeführt wird „Das fünfte Gedeck – oder die Erwartung“ am vierten Adventssonntag, 18. Dezember, in der Heringer Stadtkirche. Eine öffentliche Generalprobe findet dort bereits einen Tag vorher, am Samstag, 17. Dezember, statt. Beginn beider Aufführungen ist jeweils um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.  (jce)

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