Abwasser wird zur Gruben-Flutung verwendet

Mit Lkw und Bahn: K+S fährt Lauge künftig nach Niedersachsen

Philippsthal/Heringen. Die K+S-Werke Werra und Braunschweig-Lüneburg werden künftig Salzwasser zum stillgelegten Bergwerk Bergmannssegen-Hugo (Niedersachsen) transportieren.

Dort werden sie bei der Flutung eingesetzt. Die Genehmigung hat das Niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie jetzt erteilt. 

Die Flutung ist in Niedersachsen zur dauerhaften Sicherung von Salz- und Kalibergwerken vorgeschrieben. Bisher wurden dazu neben Brauchwasser aus dem Mittellandkanal Salzlösungen aus einem inzwischen fast fertiggestellten Erdgas-Kavernenprojekt verwertet. Da diese nicht mehr zur Verfügung stehen werden, sollen sie durch Haldenwässer aus dem Werk Werra sowie dem Salzbergwerk Braunschweig-Lüneburg ersetzt werden. Nach Sehnde können laut Pressemitteilung aus dem Werk Werra pro Tag 1 500 bis maximal 4 000 Kubikmeter Salzwässer transportiert werden. Das entspreche etwa 10 bis 30 Prozent der an der Werra anfallenden Menge. 

Ab der kommenden Woche soll die Lauge per Lastwagen nach Niedersachsen transportiert werden, ab dem kommenden Jahr per Bahn-Kesselwagen. Dafür müsse am Zielort zunächst eine Entlade-Einrichtung gebaut werden, erklärte K+S-Sprecher Ulrich Göbel auf Anfrage. Kurzfristige Auswirkungen auf die Kurzarbeit am Standort Hattorf seien durch die Genehmigung nicht zu erwarten.

Rubriklistenbild: © picture-alliance/dpa

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