Bund unterstützt Sanierung in Heringen

Kalimuseum wird fit gemacht für die Zukunft

Das Bild zeigt den SPD-Bundestagsabgeordneten und Europa-Staatsminister Michael Roth (links) bei der Übergabe eines Förderbescheid für die Sanierung des Heringer Kalimuseums an Bürgermeister Daniel Iliev im Museum in Herigen
+
Bergbau-Geschichte: Der Bundestagsabgeordnete und Europa-Staatsminister Michael Roth (links) übergibt den Förderbescheid für die Sanierung des Heringer Kalimuseums an Bürgermeister Daniel Iliev.

Das Heringer Werra-Kali-Bergbaumuseum soll fit gemacht werden für die Zukunft. Dafür gibt es Geld vom Bund für die energetische Sanierung und die Ausstellung.

Heringen - Einen Förderbescheid über 1,2 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen für Sport, Jugend und Kultur“ hat der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete und Europastaatsminister Michael Roth am Dienstag an Bürgermeister Daniel Iliev übergeben.

Diese Summe entspricht einer 90-prozentigen Förderung der veranschlagten Kosten für die energetische Sanierung und Überarbeitung des größten deutschen Spezialmuseums zum Kalibergbau. Die rund 1000 Quadratmeter große Ausstellung ist im Jahr 1994 in der ehemaligen Volksschule am Anger eröffnet worden, welche zuvor im Zuge der Stadterneuerung saniert worden war. Beim Energieverbrauch hätten vor knapp 30 Jahren jedoch deutlich niedrigere Standards gegolten, was das Gebäude jetzt zum „energetischen Grab“ mit entsprechend hohen Heizkosten mache, verdeutlichte Bürgermeister Daniel Iliev anlässlich der Bescheidübergabe.

Abhilfe sollen nun unter anderem der Austausch der Fenster sowie eine innen liegende Dämmung schaffen. Im Zuge der Arbeiten sollen aber auch Teile der seit 1994 weitgehend unveränderten Ausstellung überarbeitet werden. Durch ein erweitertes Nutzungsangebot – beispielsweise als Veranstaltungsort – solle das Museum in Zusammenarbeit mit dem Museums-Förderkreis und K+S als Treffpunkt für Bürger und Touristen weiterentwickelt und künftig noch stärker frequentiert werden, verdeutlichte der Rathauschef.

Nach der Förderzusage durch den Bund werde das kommende Jahr für die Planung von Sanierung und Umgestaltung genutzt. Voraussichtlicher Baubeginn könnte demnach Ende 2022 oder Anfang 2023 sein – erfahrungsgemäß bedürfe das Bundesprogramm einer langwierigen Abstimmung, erklärte der Bürgermeister.

Die energetische Sanierung des Kalimuseums ist bereits das zweite Projekt in Heringen, das in das Bundesprogramm aufgenommen wurde. Denn auch bei der bevorstehenden Erneuerung des Sportplatzes erhält die Stadt aus diesem Fördertopf einen 90-prozentigen Zuschuss von rund zwei Millionen Euro. Die ungewöhnlich hohe Förderquote sei dem von der Kommunalaufsicht bescheinigten „Haushaltsnotstand“ geschuldet, erklärte Michael Roth – üblich sei eine Förderquote von nur 45 Prozent.

Das Sonderprogramm, welches der Bund zur Unterstützung der Städte und Gemeinden aufgelegt habe, bezeichnete der Staatsminister als Erfolg. Der Erhalt des Museums liege ihm besonders am Herzen, betonte Roth, der in Heringen aufgewachsen ist. Schließlich werde die Geschichte eines Industriezweiges erzählt und anschaulich gemacht, der die gesamte Region seit mehr als 125 Jahren präge. (Jan-Christoph Eisenberg)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.