Verein kritisiert Verschwendung von Steuergeld

Heringer Kraftwerkstraße im Steuerzahler-Schwarzbuch

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Fertig, aber noch nicht eröffnet: Die Kraftwerkstraße zur Müllverbrennungsanlage in Heringen. 

Heringen. Der Bund der Steuerzahler hat am Donnerstag sein Schwarzbuch vorgestellt. Als Beispiel für die Verschwendung von Steuergeld führt der Verein auch den Bau der Kraftwerkstraße in Heringen auf.

Die Umgehungsstraße für den Lieferverkehr zur Müllverbrennungsanlage ist zwar bereits im Jahr 2014 fertiggestellt, wird aber wohl nicht vor 2020 geöffnet, weil Kalizüge den dazugehörigen Bahnübergang beim Rangieren blockieren. Um Abhilfe zu schaffen, muss ein Gleis um 260 Meter verlängert werden (unsere Zeitung berichtete).

Ursprünglich sollte der Kraftwerksbetreiber die Straße selbst bauen. Da drei Eigentümer ihre Grundstücke nicht verkaufen wollten, übernahm die Stadt das Projekt. Der Kraftwerksbetreiber übernimmt die ursprünglich ermittelten Kosten von zwei Millionen Euro. Dieser Betrag wird um bereits entstandene Kosten in Höhe von 550 000 Euro gekürzt. Die Baukosten sind inzwischen auf rund 3,45 Millionen Euro gestiegen. Die Stadt Heringen bleibt somit auf 1,02 Millionen sitzen. Hinzu kommt die Verlängerung des Gleises für rund 450 000 Euro, die zu gleichen Teilen auf den Bund, Deutscher Bahn und die Stadt aufgeteilt werden.

„Das ist viel Geld für eine Straße, die nur von 6 bis 22 Uhr von einigen Mülllastern und Landwirten benutzt werden wird“, kommentiert der Bund der Steuerzahler. 

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