Claudia Kalla: Heringen soll 2060 schuldenfrei sein

Werrastadt muss jedes Jahr über eine Million Euro tilgen

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Bürgermeisterkandidatin Claudia Kalla

Heringen. Sorgenvoll blickt Heringer Bürgemeisterkandidatin Claudia Kalla auf die Finanzen der Werrastadt.

„Jeder, der sich in Heringen zur Kommunalwahl aufstellen lässt, egal ob als Kandidat für Ortsbeirat, Stadtverordnetenversammlung oder das Bürgermeisteramt, sollte wissen, dass für Wahlkampfgeschenke wenig Luft besteht. Jeder Euro, den die Stadt ausgibt, muss zweimal angeschaut werden.“

Laut www.Statistik-Hessen.de mit Stand vom 31. Dezember 2014 hat die Stadt eine Pro-Kopf-Verschuldung von 7.440 Euro pro Einwohner. Danach belaufen sich die Schulden Heringens auf 54 Millionen Euro. Damit liegt Heringen auf Platz zwei der Pro-Kopf-Verschuldung bei den hessischen Kommunen.

Daher möchte Kalla spätestens nach der Wahl mit den Bürgern in einen gemeinsamen Dialog treten und klären, was in Zukunft wichtig und notwendig für Kinder, Jugendliche, Senioren, Familien und Alleinstehende, für die medizinische Versorgung mit Ärzten, für den Erhalt und die Ansiedlung von Gewerbe, für die Infrastruktur und Nahversorgung sowie für Kultur, Vereine und Freizeit ist. Daraus müssten dann die Ziele für ein Gesamtkonzept abgeleitet werden. Dieses Gesamtkonzept bilde einen verlässlichen Grundrahmen für das weitere politische Handeln für alle Ortsteile der Stadt Heringen, denn die Handlungsspielräume seien begrenzt.

„Diese Handlungsspielräume werden in der Stadt Heringen zurzeit maßgeblich durch K+S als größten Gewerbesteuerzahler beeinflusst. Nach heutigem Stand entfällt die Einzahlung voraussichtlich etwa 2060, da hier vermutlich die Laufzeit der Lagerstätte endet. Wird diese Betrachtung zu Ende gedacht, hat die Stadt Heringen ab 2016 noch 44 Jahre Zeit mit K+S als Gewerbesteuerzahler die Schulden abzubauen und für die Zukunft vorzusorgen. Mit dem Stand vom 31. Dezember 2014 müssten bei 54 Millionen Euro Schulden jedes Jahr 1,2 Millionen Euro getilgt werden, um in diesem Zeitraum schuldenfrei zu werden.“

Je länger in der Stadt Heringen gewartet werde, desto unsicherer blicke der Bürger in die Zukunft. Für alle könne nur mit einem zielgerichteten Handeln das Leben in Bezug auf die öffentlichen Abgaben erträglich bleiben. (red/rey)

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