Personalabbau

K+S: Stellenabbau im Werk Werra - 100 Arbeitsplätze weniger bis 2022

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Personalabbau: Der Düngemittelhersteller K+S will in den kommenden zwei Jahren im Werk Werra rund fünf Prozent der Stellen einsparen. Unser Archivbild zeigt den Förderturm des Standorts Hattorf in Philippsthal.

Im K+S Werk Werra sollen Arbeitsplätze abgebaut werden. Betriebsbedingte Kündigungen soll es aber keine geben. 

  • K+S will bis Ende 2021 rund 100 Stellen abbauen.
  • Es soll keine betriebsbedingten Kündigungen geben.
  • Das Unternehmen will weiterhin Nachwuchs für den Eigenbedarf ausbilden

Der Düngemittelhersteller K+S hat im Werk Werra im Zuge der Unternehmensstrategie Shaping 2030 mit dem Personalabbau begonnen und will bis Ende 2021 weitere 100 Stellen einsparen. Das erklärte Unternehmenssprecher Ulrich Göbel auf Nachfrage unserer Zeitung. 

K+S: Effizienzsteigerung und Ergebnisverbesserung

Eines der Ziele der Unternehmensstrategie bestehe darin, durch Effizienzsteigerungen Ergebnisverbesserungen zu erreichen. Dies solle nicht nur durch Optimierung betrieblicher Abläufe, sondern auch eine Erhöhung der Produktion erreicht werden. 

Nach einer vorausgegangenen eingehenden Untersuchung in allen Betriebsbereichen des Werkes Werra seien zahlreiche Verbesserungsmöglichkeiten identifiziert worden, mit deren Umsetzung inzwischen begonnen wurde, führt der Unternehmenssprecher weiter aus.

Personalstand auf dem Niveau von 2017

Dies habe auch begrenzte Auswirkungen auf die Entwicklung des Personalstandes. Dieser soll bis Ende 2021 auf dem Niveau von 2017 stabilisiert werden. 

Er werde dann etwa fünf Prozent unter der aktuellen Belegschaftsstärke liegen. Bereits bei den Neueinstellungen im vergangenen Jahr sei dies anteilig berücksichtigt worden.

Eine weitere Anpassung um gut 100 Stellen sei bis Ende 2021 vorgesehen. Dafür solle vorrangig die altersbedingte Fluktuation genutzt werden.

K+S: Keine betriebsbedingten Kündigungen

Werksleitung und Mitarbeitervertretung seien zuversichtlich, dass die vorgesehenen Maßnahmen ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt werden können, betont Göbel. Alle Mitarbeiter seien bereits über die anstehenden Veränderungen informiert worden.

„Wichtig ist aber: Ungeachtet der vorgesehenen Maßnahmen wird das Werk Werra nach wie vor seinen Personalbedarf auch durch externe Einstellungen decken. 

Nachwuchs soll weiterhin im Werk ausgebildet werden

Weiterhin wird das Werk auf quantitativ und qualitativ gewohnt hohem Niveau Nachwuchskräfte ausbilden, deren Perspektiven für eine erfolgreiche berufliche Entwicklung bei K+S unverändert gut sind“, unterstreicht der Unternehmenssprecher.

Im Verbundwerk Werra der Konzerntochter K+S Minerals and Agriculture GmbH mit den beiden hessischen Standorten Wintershall (Heringen) sowie Hattorf (Philippsthal/Hohenroda) im Kreis Hersfeld-Rotenburg und den thüringischen Standorten Unterbreizbach und Merkers (Wartburgkreis) sind nach Unternehmensangaben rund 3 700 Mitarbeiter beschäftigt, hinzu kommen rund 300 Auszubildende und rund 390 Beschäftigte der zentralen Technik.

Drastische Kürzungen hat die Telekom Ende Januar 2020 angekündigt: Jede fünfte Filiale soll geschlossen, rund 800 Stellen abgebaut werden. Betroffen von den Kürzungen bei der Telekom ist auch Kassel.

Quelle: Hersfelder Zeitung

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