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Kalimuseum in Heringen wird ganz neu gestaltet

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Während der Abbau läuft, haben sie schon die Neugestaltung im Blick: (von links) Museumsleiter Hermann-Josef Hohmann und die Beiratsmitglieder Gerhard Lenz (Weltkulturerbe Rammelsberg), Förderkreis-Vorsitzender Johannes Zapp, K+S-Werksleiter Gerd Kübler, K+S-Betriebsratsvorsitzender André Bahn und Heidi Brandt (Werratal-Touristik) in den sich leerenden Räumen des Heringer Kalimusuems.
Während der Abbau läuft, haben sie schon die Neugestaltung im Blick: (von links) Museumsleiter Hermann-Josef Hohmann und die Beiratsmitglieder Gerhard Lenz (Weltkulturerbe Rammelsberg), Förderkreis-Vorsitzender Johannes Zapp, K+S-Werksleiter Gerd Kübler, K+S-Betriebsratsvorsitzender André Bahn und Heidi Brandt (Werratal-Touristik) in den sich leerenden Räumen des Heringer Kalimusuems. © Jan Eisenberg

Mit dem Abbau von Exponaten, Vitrinen und Schautafeln haben im Heringer Werra-Kali-Bergbaumuseum die Vorbereitungen für die umfassende energetische Sanierung begonnen.

Heringen - Doch nicht nur in Sachen Heizung, Wärmedämmung und Stromverbrauch wird das stadtbildprägende, ehemalige Volksschulgebäude auf den neusten Stand gebracht. Auch die rund 1000 Quadratmeter große Ausstellung, deren Grundkonzept seit der Eröffnung 1994 weitgehend unverändert ist, soll komplett umstrukturiert werden soll.

Im ersten Schritt wird dazu aktuell von der Stuttgarter Agentur Museo Consult ein Rahmenkonzept erarbeitet, das als Grundlage für die inhaltliche Weiterentwicklung der Ausstellung dienen soll. Ziel sei, die Ausstellung nach der Wiedereröffnung museal wieder auf die Höhe der Zeit zu bringen, um so für eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung und in der Kaliregion zu sorgen, betonen Museumsleiter Hermann-Josef Hohmann und Agenturchefin Ursula Dworák.

Begleiten soll diesen Neugestaltungsprozess ein Beirat, der sich kürzlich in Heringen konstituiert hat.

Das Gremium setzt sich aus Vertretern von Politik, Bergbauhistorie und -gegenwart, sowie Tourismus zusammen, die ihre jeweils unterschiedlichen Blickwinkel auf den Kali-Bergbau sowie die anstehenden musealen und inhaltlichen Fragen in den Umgestaltungsprozess einbringen. Für die Mitarbeit hat die Stadt Gerhard Lenz, Museumsleiter im Weltkulturerbe Rammelsberg in Goslar, Dr. Michael Farrenkopf, den Leiter des montanhistorischen Dokumentationszentrums am Deutschen Bergbaumuseum Bochum, den SPD-Bundestagsabgeordneten Michael Roth, André Bahn, K+S-Gesamtbetriebsratsvorsitzender und Betriebsratsvorsitzender des Kaliwerks Werra, Gerd Kübler, Werksleiter des Kaliwerks Werra, Guido Kamm vom Heimatverein Kleinensee, Johannes Zapp, Vorsitzender des Förderkreises Werra-Kalibergbau-Museum, sowie Heidi Brandt, Geschäftsführerin der Werratal Touristik gewonnen.

Mit der Unterstützung des Beirats solle ein Museumskonzept entwickelt werden, das in der Kaliregion integriert und breit nach außen vernetzt ist, um so eine möglichst große Breitenwirkung zu erzielen, betont Museumsleiter Hohmann.

Mehrmals pro Jahr wird der Beirat dazu – teilweise in digitaler Form – tagen. Bis Ende des Jahres soll im ersten Schritt ein Ausstellungskonzept erstellt worden sein, das dem Hessischen Museumsverband zur Förderung vorgelegt wird. Anschließend geht es an die Feinplanung und Umsetzung. Die Wiedereröffnung des dann energetisch sanierten, mit Wärmepumpe sowie Solaranlage ausgestatteten und auch inhaltlich komplett überarbeiteten größten deutschen Spezialmuseums zum Thema Kalibergbau wird für 2025 angestrebt. (Jan-Christoph Eisenberg)

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