Förderwagen und Festzug

Das Kalirevier im Werratal feiert 125 Jahre Bergbautradition

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Keimzelle des Kalibergbaus: Die Anlagen der „Gewerkschaft Kaiseroda I“ in Tiefenort um das Jahr 1920. Im Grubenfeld von Kaiseroda wurde bei einer Bohrung das erste Kali gefunden.

Heringen. Mit einer Festwoche Anfang Oktober und vielen Veranstaltungen feiert das Kali-Revier 125 Jahre Bergbau im Werratal. Höhepunkt ist ein Festakt mit viel Prominenz.

Ein vier Meter langer Bohrkern wurde am 5. Oktober 1893 bei Kaiseroda ans Tageslicht befördert.

Damit wurden erstmals Kalivorkommen in der Region nachgewiesen – der Grundstein für den Bergbau in der Region war gelegt. Mit einer Festwoche von Mittwoch, 3. Oktober, bis Sonntag, 7. Oktober, wird die 125-jährige Bergbautradition im Werratal gefeiert – mit zahlreichen Aktionen, die vom Kaliwerk Werra, der Stadt Heringen und dem Werra-Kalibergbau-Museum (WKM) in Heringen, das seinerseits 25-jähriges Bestehen feiert, veranstaltet werden.

Festwoche Anfang Oktober

Eröffnet wird die Festwoche am Mittwoch, 3. Oktober, vom thüringischen Landrat Reinhard Krebs und dem Geschichtsverein Kaiseroda mit der Enthüllung eines Jubiläumsförderwagens am Hämbacher Kreisel. Am Erlebnisbergwerk in Merkers wird am Abend des 3. Oktober bei Bier, Bratwurst und Tanzmusik gefeiert. Nach Einbruch der Dunkelheit lässt K+S die Fördertürme illuminieren. Die Lichtinstallation zieht dann an jedem Tag der Festwoche zu einem anderen Standort des Werkes Werra weiter.

Glück auf: Eine Postkarte aus dem Jahr 1908 zeigt den Füllort unter Tage.

Am Donnerstag, 4. Oktober, kommen alle Volksmusikfans bei der Kali-Gaudi unter der Schirmherrschaft von Heringens Bürgermeister Daniel Iliev im Bürgerhaus Heringen auf ihre Kosten (Artikel unten). Ein Höhepunkt des Jubiläums ist dann am Freitag der offizielle Festakt, den die Veranstalter gemeinsam ausrichten und an dem sich auch die Kalistandorte Krayenberggemeinde, Unterbreizbach, Philippsthal und Hohenroda beteiligen. Zu den geladenen Gästen zählen die Ministerpräsidenten Volker Bouffier und Bodo Ramelow sowie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil.

Historische Bilderausstellung und umfangreiches Bühnenprogramm

Aktionen im und um das Werra-Kalibergbau-Museum (WKM) in Heringen stehen dann am Samstag auf dem Festprogramm. Neben der Eröffnung einer historischen Bilderausstellung hat das Museum ein umfangreiches Bühnenprogramm organisiert. Mit einem Festgottesdienst beginnt am Sonntag der letzte Jubiläumstag. Auf dem Fußballplatz wetteifern Mannschaften verschiedener Gemeinden im Werratal um den Kali-Cup, den der VfB Heringen austrägt. Außerdem findet der Kuppenrhöner-Wandermarkt erstmals in Heringen sowie ein großer Festzug durch die Werrastadt statt. Organisator des Umzuges ist die Stadt Heringen, die den Festzug unter das Motto „125 Jahre Kalibergbau und wir“ gestellt hat.

Heringens Bürgermeister Daniel Iliev: „Wir sind dem Kalibergbau im Werratal seit über 100 Jahren verbunden; nicht umsonst sind wir das Land der weißen Berge. Diese Tradition leben wir hier seit jeher. Umso größer ist unsere Freude, dass wir gemeinsam als Region dieses tolle Fest feiern können.“ Werksleiter Martin Ebeling erläutert: „Wir haben der Festwoche den Leitgedanken ‚Auf dem Weg nach 2060’ gegeben. Denn wir wollen ganz ausdrücklich nicht nur das Erreichte feiern, sondern unseren Blick auch auf weitere 40 Jahre Bergbau im Werratal richten.“

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