Kerze wandert durch den Ort

Leimbach leuchtet: Besonderer Adventskalender in Heringer Stadtteil

Ein Junge und ein Mädchen sehen neben einer Holzkonstruktion, in die Gläser mit Kerzen gestellt wurden.
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Lichter in der Dunkelheit: Leo und Mira Mohr haben ihre Kerze am Adventskalender vor der Leimbacher Kirche angezündet. Die Laterne mit der großen Kerze steht jeden Tag vor einer anderen Haustür.

Nach Einbruch der Dunkelheit leuchten vor der Kirche im Heringer Stadtteil Leimbach die Lichter – jeden Abend eines mehr.

Leimbach – Die Mitglieder des Heimat- und Kulturvereins 650 Jahre Leimbach haben vor dem Gotteshaus einen besonderen Adventskalender errichtet: Auf Regalbrettern, die in Form eines Tannenbaums angeordnet wurden, stehen insgesamt 23 umgedrehte und nummerierte Schraubdeckelgläser.

„Wir wollen in diese dunklen Zeiten etwas Licht bringen“, erklärt Bernd Wolfram, der zu den Initiatoren von „Leimbach leuchtet“ gehört. Coronabedingt sei es aktuell nicht möglich, sich persönlich zu Veranstaltungen zu treffen. Als gemeinsame Aktion in der Adventszeit sei deshalb die Idee für den leuchtenden Adventskalender entstanden, an dem sich vereinsübergreifend Helfer und Unterstützer beteiligt hätten, berichten Hans Herwig, Bernd Wolfram und der Vereinsvorsitzende Hartmut Weitzel.

Jeden Abend gegen 17 Uhr entzündet seit dem 1. Dezember eine andere Familie aus dem Dorf ihr Licht in einem der Adventskalender-Gläser. Zum Einsatz kommen keine echten Kerzen, sondern LED-Teelichter, die sich dank Timer-Funktion jeden Tag zur gleichen Uhrzeit einschalten und sechs Stunden lang leuchten. Unter den beteiligten Familien wird außerdem eine „Wanderkerze“ weitergegeben und vor der jeweiligen Haustür aufgestellt. Die große LED-Stumpenkerze in einer Laterne leuchtet somit jede Nacht an einer anderen Stelle in dem Heringer Stadtteil. An Heiligabend soll sie schließlich ihren Platz an der Spitze des Adventskalender-Baums vor der Kirche finden. Vom Entzünden der Adventskalender-Lichter und vom aktuellen Standort der Wanderkerze machen die beteiligten Familien Fotos und teilen sie in einer Whatsapp-Gruppe. Hartmut Weitzel veröffentlicht die Aufnahmen zudem regelmäßig auf der Internetseite des Heimat- und Kulturvereins. Der leuchtende Adventskalender und die Wanderkerze werden so zumindest virtuell zum Gemeinschaftserlebnis.

Weil zu einem Adventskalender auch süße Überraschungen gehören, sind die Schraubgläser, in denen bislang noch kein Licht leuchtet, mit Schokoriegeln gefüllt – als kleines Geschenk vor allem für die Kinder der Familien, die mit dem Entzünden ihrer Kerze an der Reihe sind. (Jan-Christoph Eisenberg)

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