Sicherer und attraktiver

Neue Streckenführung für den Werratal-Radweg in Heringen

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Weg von der Straße: Wie hier zwischen Lengers und Heringen verläuft der Werratalradweg im Stadtgebiet bislang meist entlang oder sogar auf der L 3172, auf der nur selten so wenig los ist wie auf unserem Bild.

Der Werratal-Radweg soll in Heringen sicherer und zugleich attraktiver für Radtouristen werden. Dafür erhält die Fernroute im Stadtgebiet schrittweise eine neue Streckenführung.

Bürgermeister Daniel Iliev sowie die städtischen Fachbereichsleiter Kai Adam (Bürgerdienste) und Hermann-Josef Hohmann (Wirtschaft, Entwicklung, Kultur) stelltendie Planung jetzt vor. 

Folgen ortsunkundige Radfahrer den offiziellen Wegweisern mit dem Werratal-Logo, sind sie bislang überwiegend entlang oder sogar auf der viel befahrenen Landesstraße 3172 unterwegs. Insbesondere zwischen Leimbach und Widdershausen sind die Verkehrsverhältnisse dabei alles andere als optimal. Auf der früheren Route über den Bohlensteg im Naturschutzgebiet Rohrlache toleriert das Land Hessen zwar Radfahrer, erlaubt jedoch keine offizielle Nutzung als Fernradweg. Auf der regulären Route werden Radwanderer deshalb über die schadhafte Landesstraße bis zum Dippacher Kreuz und von dort weiter über die Kreisstraße 4 nach Widdershausen geführt und müssen sich die Fahrbahn zwischen beiden Stadtteilen mit Autos und Lastwagen teilen. Wo es möglich sei, werde der Radweg nun weg von den Hauptverkehrsstraßen und näher an den namensgebenden Fluss verlegt, erklärt Bürgermeister Daniel Iliev.

Hier geht's künftig lang: Hermann-Josef Hohmann (Fachbereichsleiter Wirtschaft, Entwicklung und Kultur), Bürgermeister Daniel Iliev und Kai Adam (Fachbereichsleiter Bürgerdienste)(von links) begutachten den Wirtschaftsweg, auf dem der Werratal-Radweg zwischen Heringen (im Hintergrund) und Leimbach verlaufen soll.

Ab dem Ortseingang aus Richtung Harnrode dürfen Radfahrer in Lengers nun auf den ersten Metern wieder die Gehwege mitbenutzen, da diese dort breit genug seien, erklärt Kai Adam. Auf Höhe des Sportlerecks führt die Beschilderung die Radfahrer künftig weg von der Landesstraße über die Wehrstraße an Wasserkraftwerk und Festplatz vorbei und weiter auf die Industriestraße. Auf Höhe der Zentralwerkstatt von K+S trifft der Werratal-Radweg wieder auf die Landesstraße. Ab dort dürfen die Radler stadteinwärts ebenfalls den Gehweg nutzen, in der Gegenrichtung werde zwischen Oberland und Zentralwerkstatt ein Radfahrer-Schutzstreifen auf die Fahrbahn aufgemalt, erläutert der Fachbereichsleiter. Im Stadtkern von Heringen verlaufe die Route dann bewusst ein Stück auf der Hauptstraße, um die Besucher zu den gastronomischen Angeboten, Einkaufsmöglichkeiten sowie zum Kalimuseum zu führen, ergänzen Daniel Iliev und Hermann-Josef Hohmann. Ab der fuldischen Aue geht es dann wieder über Nebenstraßen weiter bis zum Pflegeheim Bardt und von dort über Wirtschaftswege am ehemaligen Sportplatz vorbei nach Leimbach. Ab dort müssen die Radler vorerst zurück auf die Landesstraße. Voraussichtlich im kommenden Jahr werde der Radweg ab Leimbach entlang der Rohrlache über städtische Wegeparzellen bis zur K 4 verlängert. Bis Widdershausen müssen die Fahrradfahrer dann wieder die Kreisstraße benutzen, langfristiges Ziel sei jedoch auch dort eine separate Fahrbahn. Ab dem Ortseingang von Widdershausen wird die Beschilderung bis zur Landesgrenze durch den Ort führen, wo es wieder einen gastronomischen Betrieb und somit eine Einkehrmöglichkeit für hungrige und durstige Radtouristen gebe, führt der Bürgermeister aus.

Erste Vorschriftszeichen, die beispielsweise die Bürgersteige als gemeinsame Rad- und Gehwege ausweisen, wurden bereits angebracht. Sie werden entlang der Landesstraße – ebenso wie der geplante Schutzstreifen – vom Land Hessen und auf Gemeindestraßen von der Stadt Heringen finanziert. Die touristischen Wegweiser, welche den neuen Streckenverlauf des Werratalradwegs markieren, sollen zeitnah folgen. Dafür gebe es eine Finanzierungszusage der Werratal-Touristik, die wiederum auf eine finanzielle Beteiligung des Landes Hessen hoffe, berichten die Vertreter der Stadt.(jce)

Quelle: Hersfelder Zeitung

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