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Sanierungskosten für Kalimuseum steigen um 1,7 Millionen Euro

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Von: Jan-Christoph Eisenberg

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Prägt das Stadtbild: Das Heringer Werra-Kali-Bergbaumuseum.
Prägt das Stadtbild: Das Heringer Werra-Kali-Bergbaumuseum soll mit Wärmepumpe und © Ludger Konopka

Das Heringer Werra-Kali-Bergbaumuseum soll bei der geplanten energetischen Sanierung mit Wärmepumpe und Fotovoltaikanlage ausgestattet werden.

Heringen – Für diese umfangreichste von insgesamt drei möglichen Sanierungsvarianten, welche ein Architekturbüro erarbeitet hatte, sprach sich am Donnerstagabend mit insgesamt 20 Stimmen aus SPD, WGH und CDU die Mehrheit der Stadtverordneten aus und stellte dafür zusätzlich 1,76 Millionen Euro bereit. Ein Mitglied der SPD-Fraktion stimmte dagegen, ein Vertreter der SPD und fünf der WGH enthielten sich.

Von ursprünglich kalkulierten 1,3 Millionen Euro steigen die Sanierungskosten damit auf 3,1 Millionen Euro. Da sich der Zuschuss aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen für Sport, Jugend und Kultur“ in Höhe von 1,2 Millionen Euro nicht erhöht, wächst der Eigenanteil der Stadt von 133 300 Euro auf 1,9 Millionen Euro. Die Förderquote des Bundes verringert sich damit von 90 auf 50 Prozent, kann sich aber nach Ansicht von Bürgermeister Daniel Iliev immer noch sehen lassen. Neben der Änderung des ursprünglichen Energiekonzepts auf Fotovoltaik und Wärmepumpe haben laut Beschlussvorlage vor allem extreme Kostensteigerungen dazu beigetragen, dass der ursprünglich geschätzte Kostenaufwand für eine vollumfängliche energetische Ertüchtigung nicht ausreicht.

Für die CDU-Fraktion unterstrich Eckhard Bock, dass eine von dem Architekturbüro vorgestellte Basisvariante zum Ursprungspreis ausscheide, weil dann mangels Feuertreppe die oberen Stockwerke künftig nicht mehre nutzbar seien. Den im Vergleich zu einer konventionellen Heizung höheren Kosten für Wärmepumpe und Solaranlage stünden Energieeinsparungen gegenüber, argumentierte der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten.

Die niedrigeren Folgekosten waren auch für Fabian Peter (SPD) das ausschlaggebende Argument für die umfangreichste Sanierungsvariante für das Museum, welches es als „identitätsstiftende Institution“ für das Werratal zu erhalten gelte.

Für die WGH hatte Michael Eckardt zuvor erklärt, dass es in seiner Fraktion unterschiedliche Auffassungen darüber gebe, ob der Erhalt des Museums die auf 3,1 Millionen Euro gestiegene Investitionssumme wert sei. (Jan-Christoph Eisenberg)

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