Eröffnungstermin steht noch nicht fest

Tedi kommt nach Heringen: Handelskette plant Fililiale im Ex-Tegut-Markt

Das Bild zeigt das zurzeit leerstehende Gebäude an der Heringer Hauptstraße.
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Steht seit eineinhalb Jahren leer: Die Handelskette Tedi will im ehemaligen Tegut-Markt beziehungsweise Thomas-Philipps-Markt an der Heringer Hauptstraße eine Filiale eröffnen.

Die Handelskette Tedi plant eine Filiale im ehemaligen Tegut- beziehungsweise Thomas-Philipps-Markt an der Heringer Hauptstraße.

Heringen - Das genaue Eröffnungsdatum stehe noch nicht fest, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens mit Hauptsitz in Dortmund auf Nachfrage unserer Zeitung. Die Handelsimmobile im Stadtkern habe Tedi „aufgrund des attraktiven Handelsumfeldes langfristig angemietet“.

Auf rund 1150 Quadratmetern sollen künftig Produkte aus den Segmenten Dekorations-, Haushalts- und Schreibwaren sowie Bastelartikel angeboten werden. Die neue Filiale werde nach einem im Jahr 2018 eingeführten Einrichtungskonzept ausgestattet, das unter anderem LED-Deckenbeleuchtung, breite Gänge, große Landenflächen und übersichtlich gestaltete Regale umfasse. Wie viele Arbeitsplätze entstehen, beantwortete das Unternehmen nicht. Es werde aber noch Personal mit unterschiedlichen Arbeitsplatzmodellen gesucht.

Tedi gilt als auf schnelle Expansion ausgerichteter Non-Food-Discounter, dessen Sortiment also Handelswaren, die keine Lebensmittel im weiteren Sinn sind, umfasst. Ein Großteil der Produkte wird für einen Euro pro Stück angeboten. Das Unternehmen, dessen Name für „Top Euro Discount“ steht, wurde laut Medienberichten als Ableger der Tengelmann-Textiltochter Kik gegründet, deren Chef Jost-Stefan Heinig 65 Prozent der Anteile gehören. Tengelmann hält als Minderheitsbeteiligter 30 Prozent. Die Kette betreibt nach eigenen Angaben rund 2 250 Filialen europaweit und beschäftigt rund 20 000 Mitarbeiter in acht Ländern. Im Landkreis ist Tedi bislang mit zwei Filialen in Bad Hersfeld vertreten. Im nähren Umfeld gibt es weitere Niederlassungen in Vacha, Bad Salzungen, Eisenach, Hünfeld, Alsfeld und Homberg/Efze.

Die künftigen Tedi-Geschäftsräume an der Heringer Hauptstraße stehen seit rund eineinhalb Jahren leer. Die rund 1450 Quadratmeter große Handelsimmobilie beherbergte von 1984 bis 2009 eine Filiale des Fuldaer Lebensmitteleinzelhändlers Tegut. Nach dessen Rückzug wegen fehlender Umsätze und Modernisierungsbedarf wurde das Gebäude als Sonderpostenmarkt genutzt – zuletzt von Februar 2013 bis Februar 2019 von der Kette Thomas Philipps. Als Gründe für die Schließung nannte das Unternehmen aus dem niedersächsischen Bissendorf unter anderem Platzprobleme bei der Warenanlieferung, das nicht optimale Außengelände und die vergleichsweise engen Parkplätze mit vielen Fremdparkern.

Überlegungen des früheren Bürgermeisters Hans Ries sahen vor, auf dem Gelände sowie benachbarten Grundstücken ein innerstädtisches Fachmarktzentrum zu schaffen. Mehrheitlich erteilte das Stadtparlament dem jedoch im Februar 2017 mit Hinweis auf hohe Grunderwerbs- und Abrisskosten endgültig eine Absage.

Im vergangenen Frühjahr wurden Pläne des Gebäude-Eigentümers Zembsch-Immobilien bekannt, anstelle des Marktes ein Altenheim mit betreutem Wohnen zu errichten. Dafür erwarb das Unternehmen bereits eine angrenzende, rund 488 Quadratmeter große Grünfläche von der Stadt. Mit der Vermietung an Tedi seien die Altenheim-Pläne allerdings vorerst vom Tisch, teilte die Immobiliengesellschaft aus Erlangen auf Nachfrage mit. (Jan-Christoph Eisenberg)

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