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HSG Werra: Traum vom Aufstieg ist ausgeträumt

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Dank an die Fans: Nach Spielschluss steht den Akteuren der HSG Werra WHO die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben.
Dank an die Fans: Nach Spielschluss steht den Akteuren der HSG Werra WHO die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. © Stefan Kost-Siepl

Der Traum der HSG Werra WHO, die Relegationsspiele gegen den Zweiten der Handball-Bezirksoberliga Kassel-Waldeck zu erreichen, ist krachend gescheitert. In der Heringer Sporthalle unterlag die HSG der ESG Gensungen/Felsberg II hoch, aber verdient mit 17:32 (7:15) und gratulierte nach Spielende dem Gegner zur Meisterschaft.

Heringen – Spielertrainer Jan-Uwe Berz hatte vor Beginn erklärt, dass sein Team alles in die Waagschale werfen würde, obwohl es ein sehr schweres Spiel werde. Er sollte Recht behalten. Die Gäste ließen der HSG von Anfang an nicht den Hauch einer Chance, in Führung zu gehen. Bereits nach 13 Minuten lag die HSG mit 2:7 im Hintertreffen und erholte sich in der Folge auch nicht. Die Gäste legten anschließend zwischen 14. und 22. Minute einen 5:0-Lauf zum 12:3 (22.) aufs Parkett. Zu diesem Zeitpunkt fiel schon deutlich auf, dass die HSG im Angriff zu zögerlich agierte, während die ESG mit intelligenten Spielzügen immer wieder Freiräume zu Torabschlüssen fand. Federführend bei den Gästen war dabei Ex-Drittligaspieler Daniel Grothnes, der mit trickreichen Finten immer wieder Lücken im Abwehrverbund der HSG fand und seinen Mitspielern zu Torerfolgen verhalf. Von der Spielanlage offenbarte sich da schon ein Klassenunterschied.

Auf der anderen Seite schafften es die Gastgeber nicht, Goalgetter Lukas Günther in eine aussichtsreiche Wurfposition zu bringen. Auch schloss er zu oft überhastet ab. Zur Halbzeit war der Relegationstraum der HSG beim 7:15-Rückstand fast schon ausgeträumt. Er wäre noch höher ausgefallen, hätte HSG-Keeper Luca Schneider nicht, mit insgesamt neun Glanzparaden sein Team halbwegs im Spiel gehalten, unter anderem bei Tempogegenstößen. Und die zweite Halbzeit war ein Spiegelbild der ersten. Die HSG fing sich nacheinander vier Gegentore ein und lag aussichtslos mit 9:21 (42.) hinten. Ein Debakel bahnte sich an. Zwischen der 49. und 55. Minute warf die HSG aber immerhin eine Resultatsverbesserung heraus (16:29, 55.). Allerdings hatte die Spielgemeinschaft aus dem Werratal nie eine wirkliche Chance, den Tabellenführer zu besiegen und die Relegationsspiele zu erreichen.

Bemerkenswert ist dabei trotzdem, dass das treue WHO-Publikum sein Team lautstark unterstützte. Noch bemerkenswerter ist jedoch in dieser Liga, das die Fans der ESG mit zwei Bussen zur Unterstützung ihres Teams anreisten. Für sie hatte sich das Unternehmen mehr als gelohnt.

HSG Werra WHO: L. Schneider, Mosebach – Linhart, Danz (3), Nitsche (1), Malsch (1), Günther (2/2), Wolf (2), Strümpf (2), Fischer, Breitbarth, Berz (4), F. Schneider, von Manger (2)

ESG Gensungen/Felsberg II: Bickert - Jericho (3), Folwerk (1), Schanze (6/2), Küchmann (2), Rohde (2/1), Hohmann (1), Wolf (2), Grothnes (6), Schnitzerling (2), Grebe (3/1), Keim (1), Gerhold (3)

SR: Andreas Milke/Daniel Vogt

Zuschauer: 250

Siebenmeter: 4/5 - 4/5

Zeitstrafen: 4 min - 12 min

(Burghard Hauptmann)

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