Heringens Bürgermeister Hans Ries fordert in Sachen Versenkerlaubnis für den Düngemittelhersteller K+S schnelle Entscheidung

Bürgermeister Ries übt Kritik: Versäumnisse schnell aufarbeiten

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Heringen. Auch Heringens Bürgermeister Hans Ries kritisiert die behördlichen und politischen Entscheidungen in Sachen ausgelaufener Versenkerlaubnis für K+S.

Man habe es laut Ries versäumt, vor Ort mit den Betroffenen jeweils das Gespräch zu suchen.

„Hier geht es diesmal nicht bloß um ein Kraftwerk oder eine Windkraftanlage, sondern für beide Seiten um demnach unmittelbar existentielle Sorgen, weil man inzwischen vor dem Werkstor steht beziehungsweise eine Wasserversorgung auch über die nachfolgenden Generationen hinweg gefährdet sieht“, erklärt Ries

Völlig falsch aus seiner Sicht sei auch die Entscheidung gewesen, 700.000 Kubikmeter Lauge aus Neuhof in das Werratal zu transportieren. „Und zwar mit Vorrang. Das hat das Fass seinerzeit geradezu zum Überlaufen gebracht und den Gegnern die Argumente an die Hand geliefert. Mein nochmaliger Appell an die Hessischen Minister für Umwelt und Wirtschaft sowie den Regierungspräsidenten ist, in Anbetracht der besonderen Bedeutung hier vor Ort mit den streitenden Parteien endlich das Gespräch zu suchen, denn die Menschen hier im Werratal geht es in erster Linie an. Wir werden doch regelrecht zwischen den Fronten zerrieben und was soll aus dem Werratal werden, wenn es uns nicht gelingt, in der Sache endlich einen Kompromiss zu finden?“

Den Menschen müsste auch über die Zeit der Kaliindustrie hinaus eine glaubwürdige wirtschaftliche Perspektive bieten, merkt Heringens Bürgermeister an. (red/rey)

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