30 Jahre Mauerfall

Das Werratal feiert die Einheit

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Sie planen die Feiern: René Weisheit (von links), Gerald Taubert, Alexander Wirth, Daniel Iliev und Hans-Karl Gliem. Um das Bild vollständig zu sehen, klicken Sie bitte auf das Kreuz oben rechts.

Mit gemeinsamen Fest- und Gedenkveranstaltungen erinnern die Werratalgemeinden Heringen, Wildeck, Gerstungen und die Stadt Werra-Suhl-Tal an den Mauerfall vor 30 Jahren.

Bei einem Pressegespräch im Heringer Rathaus würdigten gestern Bürgermeister und Vertreter der Gemeinden die besondere Bedeutung der Deutschen Einheit für die Entwicklung der Region.

„Höhepunkt der gemeinsamen Feierlichkeiten ist ein Sternmarsch am 9. November zum Thüringer Zipfel“, erklärte Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth. Dort findet ab 17.30 Uhr eine Festveranstaltung mit politischen Vertretern beider Kreise und Staatsminister Michael Roth statt. Zum Abschluss ist ein großes Feuerwerk geplant.

Ein halbes Jahr haben die Gemeinden an dem Konzept gearbeitet. In die Planung ist auch Hans-Karl Gliem vom Geschichtsverein Wildeck eng eingebunden. „Alle Feiern sind grenzübergreifend und sollen die Menschen der Region zusammenbringen“, erklärte er. Am Mittwoch, 13. November, findet ab 18.30 Uhr im Gymnasium Gerstungen, der Schule der Deutschen Einheit, ein Festakt statt. Die Festrede hält der frühere Ministerpräsident von Thüringen, Bernhard Vogel. „Er macht das speziell für uns, weil ihm diese Schule am Herzen liegt“, berichtet Schulleiter Gerald Taubert. Auch wenn für seine Schüler die Einheit inzwischen längst gelebte Normalität ist, sei es wichtig, die Erinnerung an die Zeit der deutschen Teilung wachzuhalten.

Weitere Gedenkveranstaltungen sind Ausstellungen in Heringen-Kleinensee und Wildeck-Obersuhl, sowie ein Gottesdienst mit Zeitzeugen am Sonntag, 10. November, in Berka/Werra.

Heringens Bürgermeister Daniel Iliev – der beim Mauerfall erst fünf Jahre alt war – sagte bei dem Pressegespräch, gerade auch für seine Generation sei der Mauerfall ein „bahnbrechendes Ereignis“ gewesen. Deshalb sei Heringen froh, erstmals gemeinsam mit den Nachbargemeinden zu feiern. Philippsthal und Vacha richten seit vielen Jahren traditionell an der „Brücke der Einheit“ eine eigene Einheitsfeier aus.

„Es ist und bleibt ein Glücksfall der Geschichte“, so René Weisheit, Bürgermeister der neu-formierten Stadt Werra-Suhl-Tal. Als „Ereignis, das in der Geschichte seinesgleichen sucht“ würdigte auch Schulleiter Taubert die friedliche Revolution in der DDR.

Von Kai A. Struthoff

Quelle: Hersfelder Zeitung

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