Beratung im Ausschuss für Kultur und Bildung

Stadtverordnete Bad Hersfeld diskutieren über Hessentag und Festspiele

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Auch die Festspiele waren Thema im Ausschuss - hier die Stifstruine als Hauptspielstätte.

Bad Hersfeld. Der Ausschuss für Kultur und Bildung diskutierte im Vorfeld der heutigen Stadtverordnetenversammlung über Festspiele, Museum, das Stadtarchiv und der Hessentag.

Bad Hersfelder Festspiele

Die Finanzierung von weiteren 488.000 Euro im laufenden Haushaltsjahr zu Lasten der städtischen Wirtschaftsbetriebe (unsere Zeitung berichtete) erhitzte auch in diesem Gremium die Gemüter. Bernd Wennemuth (SPD) sprach vom „Fass ohne Boden“ und unhaltbaren Zuständen, weil die neuen Zahlen erst als Tischvorlage aufgetaucht waren. Monika Schmidt (Grüne) vermutete gar einen „Trick“. Der kaufmännische Leiter der Festspiele, Stefan Pruschwitz, räumte Fehler in der Kommunikation zu den Parlamentariern ein, versicherte jedoch, dass „in der Sache immer richtig gehandelt“ worden sei.

Für die Spielzeit 2016 kündigte er dank erhöhter Zuschüsse einen Gesamtetat von rund 6,9 Millionen Euro an, wobei der städtische Anteil von 1,165 Millionen Euro nicht überschritten werden soll: „Damit wollen wir auskommen.“

Der Vorverkauf beginnt am Samstag, 14. November, den Spielplan wird Intendant Dieter Wedel am morgigen Freitag bekannt geben. Laut Pruschwitz sind auch zwei „opernhafte Konzerte“ geplant, die von den Opernfestspielen hinterlassene Lücke zunächst einmal provisorisch schließen sollen.

Hessentag 2019

Sowohl aus Sicht des Stadtmarketings wie auch wegen der dadurch möglichen Investionen sei eine Bewerbung der Stadt um die Ausrichtung des Hessentages 2019 zu empfehlen, sagte Stefan Pruschwitz in seiner Funktion als Leiter des Fachbereichs Kultur. Allerdings: „Alle müssen mitmachen“, nannte er eine Voraussetzung für den Erfolg. Verwendet werden könnten die Fördergelder unter anderem für einen Umbau des Zollgebäudes im Stift zu einem Festspiel-Funktionsbau mit Stadtarchiv und/oder für die Erneuerung des Regendaches über der Stiftsruine. Allerdings muss auch die Stadt einen Eigenanteil im Bereich von anderthalb bis viereinhalb Millionen Euro stemmen. Der Ausschuss stimmte bei Enthaltung von SPD und Grünen zu.

Museum, Galerie im Stift

Mehr als 9000 Besucher wurden jährlich im städtischen Museum mit der Galerie im Stift gezählt – bis im Juni vergangenen Jahres ein Eintrittsgeld erhoben wurde. Gut 7000 kamen 2014, in diesem Jahr bisher 5900. Warum in Bad Hersfeld nicht funktioniert, was in anderen heimatmuseen kein Problem ist, das konnte auch Reinhold Schott, der in der Verwaltung das Museum betreut, nicht erklären. Seit Kurzem ist deshalb der Eintritt wieder frei.

Schott berichtete weiter von 15 Ausstellungen, die in der Saison 2014/15 zu sehen waren, darunter die polnische Plakatkunst und die „Woodslands“ des Fotografen Mat Hennek als besonders erfolgreiche Veranstaltungen.

Mit dem Bau einer Rampe zum Kapitelsaal soll demnächst der Zugang für Alte und Behinderte erleichtert werden. Der Ausschuss will demnächst das Außenlager des Museums in der ehemaligen US-Kaserne besichtigen.

Stadtarchiv

Stadtarchivar Johannes van Horrick berichtete von der Absicht, die Stelle einer Fachkraft im nächsten Jahr zu besetzen. Sie soll sich um die in den vergangenen Sitzungen beschriebenen inhaltlichen wie auch logistischen Probleme des Archivs kümmern (unsere Zeitung berichtete). Auch würden derzeit zusätzliche Räume frei gemacht, um den Standort unter der Stadtbibliothek zu entlasten.

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