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Böller-Wut auch nach Neujahr im Kreis Hersfeld-Rotenburg

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Von: Kim Hornickel

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Schock nach dem Urlaub: Karin und Klaus Fey aus Wehrda zeigen ihren zerstörten Briefkasten und warnen vor weitreichenden Folgen durch Silvester-Raketen.
Schock nach dem Urlaub: Karin und Klaus Fey aus Wehrda zeigen ihren zerstörten Briefkasten und warnen vor weitreichenden Folgen durch Silvester-Raketen. © Kim Hornickel

Auch nach Silvester wird im Kreis Hersfeld-Rotenburg weiter geböllert - obwohl das verboten ist. Zum Teil hat das sogar schlimme Folgen.

Wehrda – Bei Familie Fey in Haunetal-Wehrda ist der Briefkasten nur noch Schrott. Das runde Metallgestell haben Unbekannte in die Luft gesprengt, als Klaus und Karin Fey, über Silvester, gerade im Urlaub waren. Vermutlich mit einem Böller, wie die Polizei in Bad Hersfeld bestätigt. Nur die Haltestange ist übrig geblieben. Damit ist der Fall in Wehrda aber nur einer dieser Art, der der Polizei in Bad Hersfeld seit Silvester gemeldet wurde.

Erst am Donnerstag sprengten Unbekannte gegen 20 Uhr ein Toi-Toi-Häuschen im Douglasienweg auf dem Johannesberg in Bad Hersfeld. „Ob es ein Böller oder ein anderes Mittel war, das können wir noch nicht sagen“, erklärt eine Polizeisprecherin auf Anfrage.

Auch ein Zigarettenautomat in der Burggasse in Bad Hersfeld, nahe der Nordschulteiche, fiel der Zerstörungswut und „Sprengkörpern“ zum Opfer, wie die Polizei bestätigte.

Klaus und Karin Fey aus Wehrda haben zwar Verständnis für Dumme-Jungen-Streiche, „aber hier sieht man, dass es keine kleine Rakete war.“ Und die Feuerwerkskörper könnten weit mehr Schaden anrichten, erklären die Eheleute. Weil ihr Haus von trockenen Elefantengrasbüschen umgeben ist, und die kleinen Fachwerkhäuser in Wehrda eng zusammenstehen, sei die Brandgefahr das größere Problem, sagt Klaus Fey. Er und seine Frau wollen jetzt warnen und auf die Gefahren durch Böller aufmerksam machen.

Einen neuen Briefkasten haben sie auch schon in petto. „Man sollte immer einen zuhause habe“, sagt Klaus Fey fröhlich. Trotz guter Laune, ein flaues Gefühl im Bauch bleibe. „Da ist eben die Frage, was als Nächstes passiert,“ sagt er. Das Elefantengras wollen die Feys vor dem nächsten Silvester abschneiden. Sicher ist sicher. (Kim Hornickel)

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