1. Startseite
  2. Lokales
  3. Rotenburg / Bebra

Krankenstand ist gestiegen: Gesundheitsreport der DAK zeigt Corona-Auswirkungen 

Erstellt:

Von: Christine Zacharias

Kommentare

Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung.
Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung brauchen die Menschen im Kreis Hersfeld-Rotenburg immer häufiger. (Symbolbild) © imago

Seit der Corona-Pandemie müssen sich auch die Menschen im Kreis Hersfeld-Rotenburg immer häufiger krankschreiben lassen.

Hersfeld-Rotenburg – Deutlich mehr Krankschreibungen als im ersten Halbjahr 2021 verzeichnet die DAK Gesundheit für die erste Jahreshälfte 2022. In ihrem Gesundheitsreport hat die Krankenkasse die Zahlen für die Landkreise Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg analysiert.

Der Krankenstand in der Region lag im ersten Halbjahr 2022 bei 5,3 Prozent und damit um elf Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Das bedeutet, so erklärt Harald Schmidt, Geschäftsstellenleiter der DAK in Bad Hersfeld, dass an jedem Tag von Januar bis Ende Juni 2022 durchschnittlich 53 von 1000 DAK-versichert Beschäftigten krankgeschrieben waren.

Verantwortlich für den Anstieg seien, so Schmidt, vor allem Erkältungen gewesen. Bis Ende Juni kamen in der Region auf 100 Versicherte insgesamt 152 Fehltage aufgrund von Atemwegsproblemen. Im Vorjahr waren es lediglich 65 Tage, im Jahr 2020 allerdings 188 Tage.

Parallel zur Pandemie: „Ausgeprägte Erkältungswellen haben sich entwickelt“

Schmidt kann sich dabei sehr gut einen Zusammenhang mit der Corona-Pandemie vorstellen. Die Menschen hätten sich mit Masken geschützt und seien aufgrund der verordneten Beschränkungen und eigener Vorsicht um vergangenen Jahr einfach weniger unterwegs gewesen.

„Parallel zu den Lockerungen der Pandemie-Schutzmaßnahmen im März 2022 konnte sich eine ausgeprägte Erkältungswelle entwickeln. Sie wurde noch dazu von der hochansteckenden Omikron-Variante begleitet“, kommentiert Harald Schmidt die Ergebnisse.

Fehltage: Steiler Anstieg seit Corona

Die Fehltage aufgrund von Corona sind in der Region um das Dreifache gestiegen, von 16,7 im ersten Halbjahr 2021 auf 55,6 2022.

In Hessen stiegen die coronabedingten Krankmeldungen sogar um das Fünffache, von 12,4 auf 61,1. Die meisten coronabedingten Fehlzeiten gab es in Mecklenburg-Vorpommern (92 je 100 Versicherte), die wenigsten in Bremen und Hamburg (41 je 100).

Unabhängig von den Corona-Infektionen zeigt sich aber bei einem Vergleich der Zahlen das seit Jahren bekannte Phänomen: Der Krankenstand in den Landkreisen Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner ist mit 5,3 Prozent deutlich über dem Hessenschnitt mit 4,3 Prozent. (Christine Zacharias)

Auch interessant

Kommentare