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Senioren im Kreis Hersfeld-Rotenburg bei Schock-Anrufen meist wachsam

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Von: Kai Struthoff

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Betrug am Telefon ist eine beliebte Masche.
Betrug am Telefon ist eine beliebte Masche. ©  Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa-Bildfunk

Obwohl viele alte Menschen auf Zack sind, wenn es um Trickbetrüger geht, wird so mancher Fall aber auch schamhaft verschwiegen.

Hersfeld-Rotenburg – Schock-Anrufe, falsche Polizisten, der Enkeltrick oder andere Betrugsmaschen: Oft suchen sich Ganoven gezielt ältere Menschen als Ziel für ihre dunklen Machenschaften aus. Allerdings haben sie dabei nur selten Erfolg:

380 versuchte sogenannte „Straftaten zum Nachteil ältere Menschen“ registrierte das Polizeipräsidium Osthessen im Jahr 2021 – aber nur 25 dieser Straftaten hatten auch wirklich Erfolg. „Die älteren Menschen sind sehr wachsam und meist im Vorfeld gewarnt“, sagte Polizeipräsident Günther Voß jetzt bei der Vorstellung der Kriminalstatistik in Fulda. „Nur wenige Senioren fallen auf diese Betrugsmaschen rein“, stellte Voß fest.

Deshalb informiere die Polizei in den Medien, wenn wieder entsprechende Trickbetrüger unterwegs sind. Trotz der „guten Zahlen“ geht die Polizei davon aus, dass die Dunkelziffer gerade im Bereich der Kriminalität gegen ältere Menschen deutlich höher ist. Erfahrungsgemäß verschwiegen Betroffene auch aus Scham, dass sie Opfer einer Straftat geworden sind.

Polizei gibt Ratschläge

Die Polizei setzt deshalb weiterhin auf Prävention und verweist vor allem auf das erfolgreiche Programm „Senioren sind auf Zack“, das eben diese Gefahren durch falsche Anrufer und andere Betrüger benennt und Ratschläge zum richtigen Verhalten in solchen Situationen gibt.

Sexualisierte Gewalt im Internet

Ebenfalls auf Prävention zielt das Programm „Digital Nativ“ der Polizei ab, das sich aber gezielt an die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft wendet – Kinder und Jugendliche. Dabei geht es um sexualisierte Gewalt im Internet und den Schutz von Minderjährigen. Dafür hat die Polizei zwei eigene Fachberater abgestellt, die vor allem auch eng mit den Schulen zusammenarbeiten. Alle Informationen über das Präventionsprogramm „Digital Nativ“ gibt es im Internet: digitalnativ-hessen.de
(kai)

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