Hans Keßler, Leiter des Hauses Kreuzberg, dankt Geburtshelfer Rainer Rößner

Baby-Alarm im Altenheim

Zufrieden: Esel-Nachwuchs Max fühlt sich pudelwohl. Fotos: nh

Philippsthal. Große Aufregung herrschte jüngst im Streichelzoo des Hauses Kreuzberg in Philippsthal. Mit den Eseln stimmt etwas nicht, war die erste Feststellung von Pflegerin Marion Kranz. Etwas eigentlich Unmögliches nahm seinen Lauf. Eselin Emma schien Wehen zu haben und Esel Beppo spielte komplett verrückt. Kurz entschlossen rief Kranz sofort den Tierarzt und dann ihren Kollegen zur Hilfe.

Da der Tierarzt unter einer halben Stunde nicht vor Ort sein konnte, wurde Landwirt Rainer Rößner aus Philippsthal benachrichtigt, der dank seiner Erfahrung sofort wusste, was zu tun ist. Er half dem kleinen Fohlen auf die Welt. Der Kleine wurde sofort auf Stroh gebettet und vom Geburtshelfer trocken gerubbelt, während Emma ihr kleines Wunder noch gar nicht richtig fassen konnte und am Nachwuchs rumschnupperte.

Kastrierter Hengst

Vater Beppo, der eigentlich ein kastrierter Hengst sein sollte, musste zwischenzeitlich nach Hof Talhausen ausquartiert werden, um Emma und den kleinen Max vor ihm zu schützen. Er wird zurzeit in gute Hände vermittelt und kann nicht mehr zurück, weil der Platz im Streichelzoo für drei Esel zu klein ist.

Jede Menge Zaungäste, die sich inzwischen versammelt hatten, und Heimbewohner auf den Balkonen hatten die Geburt hautnah miterlebt und alle waren erleichtert, als der Kleine endlich da war. Die inzwischen eingetroffene Tierärztin hatte nichts weiter zu tun, als festzustellen, dass Mutter und Sohn wohlauf sind.

Alles richtig gemacht

Landwirt Rainer Rößner hatte also alles richtig gemacht. Und dafür bedankten sich jetzt Heimleiter Hans Joachim Keßler und Pflegerin Marion Kranz mit einem Präsentkorb bei ihm. (red/rey)

Quelle: Hersfelder Zeitung

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