Beenhäuser zogen mit einem Gottesdienst in ihre renovierte Kirche ein

Erwacht in alter Pracht

Ganz Beenhausen war auf den Beinen, als am Sonntag ein Festgottesdienst anlässlich der Wiedereröffnung der 228 Jahre alten Kirche gefeiert wurde. Die dezente neue Farbgebung kam allgemein gut an. Fotos: Apel

BEENHAUSEN. Es war ein strahlend schöner Sonntag-nachmittag, als die Beenhäuser mit einem Festgottesdienst ihre frisch renovierte Kirche wiedereröffneten. Aber nicht nur die Generalüberholung galt es zu feiern: Der 83 Jahre alte Organist der Besengrundgemeinde, Fritz Dörfler, wurde nach 70-jährigem treuen Dienst in den Ruhestand verabschiedet. Meike Bohl, seine Nachfolgerin, wurde für zwanzigjähriges Wirken in der Nachbargemeinde Ersrode geehrt.

Drei Jahre im Bau

Fast drei Jahre lang war das ab 1783 an Stelle des gotischen Vorgänger-Kirchleins erbaute Gotteshaus eine Baustelle. 2006 waren Fäulnisschäden an der tragenden Konstruktion festgestellt worden, deren Beseitigung 380 000 Euro kosten sollte.

Diesen Betrag konnte die kleine Kirchengemeinde natürlich nicht aus eigener Kraft aufbringen, aber mit maßgeblicher Unterstützung der Landeskirche, viel Eigenleistung und viel Energie vieler engagierter Gemeindeglieder gelang es die Kosten zu stemmen – ja sogar noch um 30 000 Euro zu senken, wie die Architekten Lars Eisenhut und Helge Schröder voller Anerkennung hervorhoben.

Neben der Sanierung des Dachstuhls und der Fassade wurde unter anderem der Schieferbelag an Turm und Giebel erneuert. Außerdem leistete sich die Gemeinde eine neue Wetterfahne und für die Turmuhr ein neues Zifferblatt. Das Kircheninnere wurde ebenfalls saniert. Dank kluger Farbwahl erscheint alles jetzt heller, freundlicher und noch besser aufeinander abgestimmt. An einem der Fenster kann man sogar ahnen, wie die Ornamentik in der alten Kirche ausgesehen hat.

Der vom örtlichen Posaunenchor mitgestaltete Festgottesdienst begann mit dem Einzug der Kinder. Sie brachten Kreuz und Kerzen aus dem Gemeindehaus in die Kirche zurück und auch die alte Bibel legten sie wieder auf den Altar.

Als besondere Überraschung hatten sie noch ein Altartuch im Gepäck. In den Mittelpunkt ihrer Predigt stellte Pfarrerin Janina Richter die Bedeutung des Sonntags Okuli.

Von Wilfried Apel

Quelle: Hersfelder Zeitung

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