Zum Spielen "in die Hohle"

Ludwigsau hat einen neuen Treffpunkt für alle Generationen

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Das neue Multifunktionsgerät: Drittklässler Fabian Schlüter hängt in den Seilen und Ortsvorsteher Gerhard Kehres fühlt sich in alte Zeiten zurückversetzt, sehr zur Freude des Kreisbeigeordneten Thomas Giese sowie der SPD -Landtagsabgeordneten Karina Fissmann und Torsten Warnecke.

In Ludwigsau ist jetzt mit viel Polit-Prominenz der neue Mehr-Generationen-Platz "in der Hohle" in Friedlos eingeweiht worden. 

Friedlos – 331 000 Euro hat sich die Gemeinde Ludwigsau die Ausgestaltung des „in der Hohle“ oberhalb des alten Friedloser Feuerwehrgerätehauses und unterhalb der Fuldatalschule gelegenen neuen Mehr-Generationen-Platzes kosten lassen. Grund genug, ihn in Anwesenheit der Landtagsabgeordneten Karina Fissmann und Torsten Warnecke, zahlreicher Kommunalpolitiker, Planer, aber auch ganz normaler junger und alter „Friddelser“ offiziell einzuweihen und dabei gleich Kommunikation zu üben.

Das neue Multifunktionsgerät: Drittklässler Fabian Schlüter hängt in den Seilen und Ortsvorsteher Gerhard Kehres fühlt sich in alte Zeiten zurückversetzt, sehr zur Freude des Kreisbeigeordneten Thomas Giese sowie der SPD-Landtagsabgeordneten Karina Fissmann und Torsten Warnecke. Fotos: Wilfried Apel

Denn um Begegnung über Generationen hinweg ging es den Gemeindevätern und -müttern, als sie den Beschluss fassten, den in die Jahre gekommenen Platz auf der Grundlage des für Ludwigsau erarbeiteten Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK) aufzurüsten und aufzuhübschen. Durch großzügige und verkehrssichere Neugliederung des gesamten Areals, Einrichtung von Ruhe- und Kommunikationszonen, aber natürlich auch durch Aufstellung von Spielgeräten für Jung und Alt wie etwa des farbenfrohen Multifunktionsgeräts, das als erstes ins Auge fällt. An ihm kann man sich sowohl als Kleiner als auch als ganz Großer spielend bewegen, herumhangeln und schaukeln. Nicht weit davon entfernt befindet sich eine von einem Sonnensegel „überdachte“ Sandspielanlage, in die man hineinrutschen kann. Ganz neu sind außerdem zwei Federspielgeräte, über die Ludger Hinz als verantwortlicher Planer des Hünfelder Ingenieurbüro für bautechnische Gesamtplanung Ketter-Eichert und Hinz augenzwinkernd sagte: „Das sind unsere Wackeltiere!“

Stolzer Bürgermeister

Auf die war natürlich auch Bürgermeister Wilfried Hagemann stolz, der die zur Einweihung gekommenen Gäste begrüßte und den Mehrgenerationenplatz als vom Dreiklang „Attraktivität - Kommunikation - Sicherheit“ geprägt charakterisierte. Neben dem Bürger- und Hochzeitspark am Rathaus sei der ganz in der Nähe gelegene Platz ein weiterer Anziehungspunkt für Familien, nicht zuletzt wegen der „digitalen Dorflinde“, an der man kostenlos ins Internet gehen könne. Nachdenklich merkte der Rathauschef insoweit allerdings auch an: „Hoffentlich müssen wir angesichts der grassierenden Corona-Pandemie nicht alles schon in naher Zukunft wieder mit Flatterband absperren.“

Landtagsabgeordnete Karina Fissmann stellte heraus, dass die von EU und Land mit einer Quote von 75 Prozent geförderte Baumaßnahme die Familienfreundlichkeit der Gemeinde dokumentiere und dass Dorfentwicklung ganz allgemein ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor sei. Kreisbeigeordneter Thomas Giese zeigte sich überzeugt davon, dass es zu guten Begegnungen kommen werde. 

Ludwigsaus Parlamentspräsident Peter Schütrumpf verwies auf den langen Entscheidungsfindungs- und Bauprozess und darauf, dass die Kosten „im Rahmen“ geblieben seien. Darüber freute sich auch Ortsvorsteher Gerhard Kehres, der an alte Zeiten erinnerte, als der Platz als Parade-, Fußball-, Bolz- und Spielplatz und nicht zuletzt als Auslauf für Hühner genutzt wurde. 

Als er erzählte, dass an Ort und Stelle sogar mal ein Zirkus gastierte, von dem aus ein Affe ausgerissen sei, fielen so manchem Anwesenden noch andere Geschichten ein.

Was unterstrich, dass „die Hohle“ tatsächlich ein Platz der Begegnung geworden ist.(Wilfried Apel)

Quelle: Hersfelder Zeitung

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