DRK versucht, weder Helfer noch Spender zu gefährden

Corona-Virus: Blutspende-Termine finden mit besonderen Vorkehrungen statt

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Als erstes wird die Temperatur überprüft und zwar mittels eines Infrarotgeräts: Bei den Blutspendeterminen gelten zurzeit besondere Vorkehrungen. Sie finden aber vorerst weiterhin statt. Das Bild zeigt Rolf Zarberg vom DRK und die Sportschützin Jaqueline Becker beim berührungslosen Temperaturscreening in Niederjossa.

Eines wird auch in Zeiten des grassierenden Coronavirus benötigt: Blut. Die Blutspendetermine des DRK finden deshalb auch weiterhin statt. 

Allerdings werden einige besondere Vorkehrungen getroffen, um weder Helfer noch Spender zu gefährden, wie Referent Udo Sauer berichtet, dessen Telefone zurzeit heiß laufen.

Schon im Eingangsbereich wird bei allen Spendenwilligen die Temperatur gemessen – berührungslos mittels eines Infrarotgeräts. Wer eine Körpertemperatur von über 37,5 Grad hat, darf das Terminlokal nicht betreten. Gleiches gilt für Personen, die unter Husten, Luftnot und/oder Gliederschmerzen leiden.

An jeder Station stehen Spender mit Desinfektionsmittel bereit, die natürlich auch benutzt werden sollen. Im Entnahmebereich gibt es keine „Taxi’s“ – also Helfer, die die Spender begleiten – mehr und alle Entnahmebetten werden nach jedem Spender desinfiziert. Weiterhin wird versucht, die Spende räumlich zu entzerren, sodass zwischen den einzelnen Stationen genügend Platz ist. Nicht mehr eingelassen werden Kinder und andere Begleitpersonen. Und: Statt des üblichen Imbisses wird ein Lunchpaket gereicht, um die Verweildauer zu reduzieren. Reduziert wird außerdem die Anzahl der ehrenamtlichen Helfer vor Ort. „Weitere Maßnahmen werden mit Sicherheit noch folgen“, vermutet Udo Sauer, der gleichzeitig betont, dass weiterhin jeder Spender benötigt wird. Zwar würden derzeit in den Krankenhäusern viele Behandlungen abgesagt, (lebens-)notwendige Operationen finden aber natürlich ebenso statt wie etwa Krebsbehandlungen.

Noch kann Sauer diesbezüglich aber nicht klagen. Der Termin in Niederjossa am Dienstag sei trotz Krise sehr gut besucht gewesen. 104 potenzielle Spender waren laut Sauer gekommen, 94 durften spenden, darunter fünf Erstspender. Bei zehn Leuten gab es medizinische Bedenken. Positiv seien auch die Reaktion auf die genannten Vorkehrungen gewesen. „Die Menschen haben Verständnis“, so Sauer. Problematisch könnte die Situation jedoch noch werden, wenn es mehr Infizierte gibt. Denn auf Vorrat Blut spenden geht kaum: Es ist nur 42 Tage nutzbar.  nm

- Freitag, 20. März, von 16.30 Uhr bis 20:30 Uhr, DGH/Jugendheim, Danziger Straße 3 in Nentershausen 

- Freitag, 27. März, von 16 bis 20 Uhr, Bürgersaal Rotenburg, Poststraße 17 in Rotenburg 

- Montag, 30. März, von 16.30 bis 20.30 Uhr, Bürgerhaus, Brunnenstraße in Ludwigsau-Niederthalhausen 

- Dienstag, 31. März, von 15.45 bis 19.45 Uhr, Bürgerhaus Hofreite Hahn, Dorfplatz 4, in Hohenroda-Ausbach 

- Donnerstag, 2. April, von 17 Uhr bis 20.30 Uhr, Bürgerhaus/DGH, Zum Bahnhof 25 in Alheim-Baumbach 

-Mittwoch, 8. April, von 15 Uhr bis 20.30 Uhr, Martin-Luther-Haus, Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 3 in Heringen 

-Dienstag, 14. April, von 15.45 Uhr bis 19.45 Uhr, DRK-Zentrum, Seilerweg 52 in Bad Hersfeld 

- Mittwoch, 15. April, von 15.30 Uhr bis 19.30 Uhr, Haus des Gastes, Eisenacher Straße, Ronshausen

Weitere Termine unter www.blutspende.de

Quelle: Hersfelder Zeitung

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