Solarpark für Röhrigshof

Gemeinde Philippsthal will Restflächen im Gewerbegebiet verkaufen

+
Solarzellen statt Fabrikhallen: Die Marktgemeinde Philippsthal will die Restflächen im Gewerbegebiet Röhrigshof als Solarpark vermarkten.

Röhrigshof – Im Gewerbegebiet des Philippsthaler Ortsteils Röhrigshof soll ein Solarpark entstehen.

Einstimmig hat die Philippsthaler Gemeindevertretung am Montagabend beschlossen, für ein solches Sonnenstromprojekt den wirtschaftlichsten Investor zu suchen und diesem die verbliebenen sieben Hektar Restfläche zu verkaufen.

Die Erschließung des Röhrigshofer Gewerbegebiets war 2009 abgeschlossen worden. Durch eine gesetzliche Neuregelung wurden die Flächen in der Werraaue jedoch im selben Jahr als Überschwemmungsgebiet eingestuft. Die damit verbundenen Auflagen erschwerten für die Gemeinde eine weitere Vermarktung. Auch für eine ursprünglich angedachte Erweiterung des benachbarten Containerterminals kommen die Grundstücke deshalb laut Beschlussvorlage nicht mehr in Betracht. Die Erschließung des Röhrigshofer Gewerbegebiets war seinerzeit aus dem Europäischen Strukturfonds gefördert worden. Weil damit die Auflage verbunden war, innerhalb von 15 Jahren Unternehmen anzusiedeln, drohten der Gemeinde zwischenzeitlich sogar Rückforderungen. Die seien zwar mittlerweile vom Tisch, dennoch hemme das ungenutzte Gewerbegebiet die weitere Entwicklung der Gemeinde, weil dadurch andere Vorhaben nicht genehmigungsfähig seien, verdeutlichte Bürgermeister Timo Heusner: So habe K+S Interesse an Grundstücken im Bimbacher Feld an der Straße nach Unterbreizbach. Zudem berichtete der Rathauschef von Überlegungen für ein interkommunales Gewerbegebiet mit Heringen, Friedewald und Hohenroda. Die beteiligten Kommunen dürften dann selbst aber nur noch maximal fünf Hektar Fläche für Neuansiedlungen vorhalten.

Abhilfe soll nun die Nutzung als Solarpark schaffen. Weil dafür die Fläche nicht aufgeschüttet werden muss, ist dieses Vorhaben mit dem Hochwasserschutz besser vereinbar.

Zunächst sollen die Eigentumsverhältnisse im Gewerbegebiet bereinigt werden. Deshalb beschlossen die Gemeindevertreter einstimmig, mehrere insgesamt 0,3 Hektar große Teilflächen an den Düngemittelhersteller K+S zu verkaufen. Der Preis wurde mit Rücksicht auf den Vertragspartner nicht öffentlich genannt. Bei den Flächen handelt es sich um die Böschung des Containerterminals und einen zugehörigen Lagerplatz, der bereits vom Unternehmen genutzt wird.

Ebenfalls bereinigt werden soll die Grundstückssituation auf dem Gelände der ehemaligen Baufirma Herrmann in Heimboldshausen. Im vergangenen Dezember hatte die Gemeindevertretung beschlossen, die Liegenschaft des insolventen Unternehmens als neues Quartier für den Gemeindebauhof zu kaufen. Allerdings gehört ein Teil des Betriebsgeländes nicht zur Insolvenzmasse, sondern ist Eigentum eines früheren Geschäftsführers. Auch diese Flächen soll die Marktgemeinde nun nach einstimmigem Beschluss des Gemeindeparlaments erwerben.

Quelle: Hersfelder Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.