Karnevalisten in Heimboldshausen widmeten sich auch örtlichen Problemen

Streusalznot trotz Halden

Tratschbasen: Als Erna und Herta wussten Evi Lotz (links) und Ingrid Schmidt über die aktuellen Vorfälle rund ums Werraknie bestens Bescheid.

Heimboldshausen. Während sich anderenorts die Karnevalshochburgen noch aufs heiße Wochenende vorbereiten, waren die Heimboldshäuser Narren bereits am vergangenen Samstag in bester Laune.

Mit mehrstündigem Programm und Schunkelrunden bot der VfL Heimboldshausen seinen Gästen wieder Gelegenheit, bis nach Mitternacht zu feiern.

Die fröhliche Runde eröffneten VfL-Vorsitzender Matthias Maikranz, der Elferrat sowie Sitzungspräsident Michael Rudolph, der ohne lange Vorrede sogleich die Bühne für die Garde „The Red Caps“ freigab.

Schmucke Kostüme, viel freies Bein und die fetzige Musik von Fetenmacher Horst Günther sorgten schon zum Auftakt für ausgelassene Stimmung im Dorfgemeinschaftshaus. Später dann riefen die jungen Frauen als „Süße Früchtchen“ noch den Fruchtalarm aus und verzückten zum Finale vor allem die männlichen Gäste mit einer Sexy-Sonder-Show.

Den Profis wollte die Nachwuchsformation „Blue Women Group“ natürlich nicht nachstehen und bewies mit ihrem Auftritt, dass aus dem Trainingsfleiß der Sommermonate sicht- und hörbarer Erfolg geworden ist.

„Eiskalte“ Fußballer

Dagegen ist den Fußballern der Spielgemeinschaft Ausbach/Heimboldshausen Training auf dem Sportplatz sicher geläufiger. Auf der Narrenbühne aber brachten sie das Publikum mit ihrem Tanz „Eiskalt“ förmlich zum Toben.

Für die heiter-besinnlichen Momente zwischendurch waren die Büttenredner zuständig. Wobei die Heimboldshäuser ihren früheren Argwohn gegenüber Philippsthaler Bürgermeistern scheinbar überwunden haben und den derzeit amtierenden Ralf Orth sogar als ersten Sprücheklopfer in die Quasseltonne ließen. Der hatte sogleich den Ratschlag parat: „Seid mal richtig ausgelassen, trinkt mit uns und hoch die Tassen“.

Dicke Frau

Mehr Probleme mit sich und vor allem den „richtigen“ Männern hatte da schon Noel Gebauer in der Rolle als „Dicke Frau“, die selbst bei der TV-Kuppel-Show „Herzblatt“ nicht fündig wurde.

Einen geradezu furiosen Auftritt legte Margit Fischer auf die Bühne, als sie schon plagiat-verdächtig Udo Lindenberg parodierte und bei „Andrea Doria“ sowie „Sonderzug nach Pankow“ sogar mehrfach Szenenapplaus bekam.

Mehr der örtlichen Szene widmeten sich die beiden heimischen Karnevals-Urgesteine Evi Lotz und Ingrid Schmidt. Diesmal im Doppelpack als „Erna und Herta“ vermuteten sie als Ursache hinter dem Leerstand des Edeka-Marktes in Philippsthal die noch nicht fertige Straße und wunderten sich über Streusalznot im Winter bei riesigen Salzhalden direkt vor der Nase.

Den Heimboldshäuser Karneval konnte am Sonntag auch die jüngsten Narren ausgiebig feiern, wobei erstmals die schönsten Kostüme prämiert wurden.

Von Hans-H. Hartmann

Quelle: Hersfelder Zeitung

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