Mühlbacher richten Rastplatz her und zimmern Sitzgruppen für Wanderer

Wandereiche herausgeputzt

Mit Unterstützung von Hessen-Forst haben Karl Braun, Günter Siegel und Heinrich Schwarz die altehrwürdige Wandereiche bei Mühlbach wieder als Rastplatz hergerichtet. Foto: nh

Mühlbach. Die bei Ausflüglern bekannte Wandereiche haben jetzt einige engagierte Mühlbacher Bürger in Zusammenarbeit mit Hessen-Forst für die beginnende Wandersaison frisch herausgeputzt.

Karl Braun, Heinrich Schwarz und Günter Siegel nahmen sich der umfassenden Aufgabe an, das Ausflugsziel einladend herzurichten. Ein Vorgespräch mit Revierförster Michael Seehafer stellte die Weichen. Das Forstamt schnitt den Platz frei und sorgte für das hölzerne Baumaterial. Günter Siegel war für die Logistik zuständig. Sein Hanomag-Schlepper zog die Bäume aus dem Wald und später die Bretter vom Sägewerk wieder zurück in den Wald. Karl Braun bearbeitete das Holz zusammen mit Heinrich Schwarz. Bänke und Tisch wurden fachmännisch zusammengezimmert.

Traditioneller Rastplatz

Die 370 Jahre alte Eiche ist ein traditioneller Rastplatz an der alten Handelsstraße Fritzlar-Hersfeld. Der alte Baum steht an der Kreisgrenze zu Homberg in der Nähe des Abzweiges nach Hainrode.

Hausschweine im Wald

Sie ist eine Hüteeiche und zeugt davon, wie früher der Eichenwald bewirtschaftet wurde, zum Beispiel durch das „Einhüten“ von Hausschweinen. Zwischen lichten Eichen und Buchen wurden Schweine zur Nahrungssuche eingetrieben. Durch den weiten Stand der Bäume entwickelten sich knuffige Exemplare, die zwar weniger Holz erzeugten, aber viel Futter abwarfen.

Einst erholten sich hier unter dem mächtigen alten Baum Kaufleute während ihrer strapaziösen Reise mit Pferd oder Kutsche auf der alten Handelsstraße. Dank der uneigennützigen Zusammenarbeit der Mühlbacher mit dem Forstamt können sich nun wieder ermattete Wanderer dort niederlassen und auf ihrer Tour erfrischen. (red)

Quelle: Hersfelder Zeitung

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