Bund stockt Förderung auf

Rekordzuschuss für die Bad Hersfelder Festspiele

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Drei für die Festspiele: Michael Roth, Monika Grütters und Joern Hinkel (von links).

Mit der Rekordsumme von 3,45 Mio. Euro fördert der Bund in den kommenden fünf Jahren die Bad Hersfelder Festspiele.

Gute Nachrichten für die Bad Hersfelder Festspiele: Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Donnerstagnachmittag beschlossen, den jährlichen Förderbetrag für das Theater in der Stiftsruine von bislang 300.000 auf nunmehr 670.000 Euro aufzustocken.

Für die nächsten fünf Jahre bedeutet das einen Rekordzuschuss von insgesamt 3,45 Millionen Euro. Denn die erhöhte Fördersumme ist bereits als Verpflichtungsermächtigung im Bundeshaushalt hinterlegt.

Dass die jährliche Förderung jetzt mehr als verdoppelt wird, ist ein Verdienst des heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten und EU-Staatsministers im Auswärtigen Amt, Michael Roth. Er hatte sich bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters (CDU) dafür stark gemacht, die Bundesförderung dem Zuschuss des Landes Hessen anzugleichen. Dieser hat in den beiden vergangenen Jahren jeweils 770.000 Euro betragen.

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg unterstützt die Festspiele seit diesem Jahr mit jährlich 200.000 Euro. Erst im November 2019 hatte Intendant Joern Hinkel das Programm für die 70. Bad Hersfelder Festspiele* im kommenden Jahr vorgestellt.

Michael Roth hatte gemeinsam mit Intendant Joern Hinkel in Berlin für eine deutliche Erhöhung der Bundesmittel geworben

Im Gespräch mit SPD-Chefhaushälter Johannes Kahrs konnte der Intendant mit seinem Festspielkonzept überzeugen. Roth dazu: „Meinem Kollegen Johannes Kahrs bin ich dankbar für die wiederholte Bereitschaft, uns in Bad Hersfeld tatkräftig zur Seite zu stehen. Dass die jährlichen Bundesmittel für die Festspiele ab 2020 mehr als verdoppelt werden, ist schon eine kleine Sensation. Die langfristige Förderzusage auf diesem hohen Niveau ist Gold wert. Das ist die verdiente Anerkennung für die künstlerische Arbeit von Joern Hinkel und seinem Team in den vergangenen beiden Jahren.“

Damit des Geldsegens jedoch nicht genug: Der Bund gewährt den Festspielen anlässlich des 70-jährigen Bestehens im kommenden Jahr einmalig weitere 100 000 Euro. Wie berichtet, planen Joern Hinkel und sein Team für das Wochenende 13./14. Juni ein großes Fest mit Show, Musik und Multimedia-Präsentation an den Mauern der Stiftsruine. Dafür haben die Festspiele Sonderförderungen bei Bund, Land und Stadt beantragt.

Mehr Geld für die Bad Hersfelder Festspiele: Freude bei Intendant Joern Hinkel

Groß war die Freude über den unvermuteten Geldsegen aus Berlin auch bei Intendant Joern Hinkel: „Wir begreifen dies als Aufforderung, unserem Publikum weiterhin anspruchsvolle, aber nicht elitäre Theatererlebnisse zu bieten, die Charaktere zeigen, mit denen sie sich identifizieren können, die Themen aufgreifen, die etwas mit ihrer Lebenswirklichkeit zu tun haben, Stücke, die unterhalten, mitreißen und inspirieren.

Dieser Vertrauensbeweis, den uns die Verantwortlichen in Berlin damit ausstellen, gebührt nicht nur den Künstlerinnen, Künstlern und Mitarbeitenden dieser Spielzeit, sondern der Stadt sowie den Bad Hersfelder Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Festspiele seit 70 Jahren ermöglichen, und denjenigen, die die Festspiele in all den Jahrzehnten immer wieder neu ausgerichtet, hinterfragt, revolutioniert und ihnen damit neues Leben eingehaucht haben! Im Namen unseres Ensembles und des gesamten Teams möchte ich mich für die Erhöhung der Bundeszuschüsse bedanken!“

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