Erste reine Briefwahl in Hessen

Historische Wahl in Wildeck: Bürgermeister Wirth im Amt bestätigt

Wildeck Bürgermeister Alexander Wirth mit Sohn Nick, Tochter Dana und Ehefrau Anke auf dem Sportplatz in Richelsdorf Bürgermeisterwahl Kandidat
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Im Amt bestätigt: Das Foto zeigt Wildecks Bürgermeister Alexander Wirth mit Sohn Nick, Tochter Dana und Ehefrau Anke auf dem Sportplatz in Richelsdorf. Wirth ist Fußballfan. Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl wurde wegen der Corona-Krise im kleinen Kreis im Rathaus bekannt gegeben. 

Alexander Wirth kann mit einem deutlichen Vertrauensbeweis in seine zweite Amtszeit als Wildecker Bürgermeister starten. Die Wahl wird in die Geschichtsbücher eingehen.

Wildeck - Die Wildecker Bürger haben Bürgermeister Alexander Wirth mit 92,5 Prozent der abgegebenen Stimmen im Amt bestätigt. Das waren 2281 Ja-Stimmen. Mit Nein votierten 184 Bürger (7,5 Prozent). 18 Stimmen waren ungültig. Die Wahlbeteiligung lag bei 60,1 Prozent. 

Die Bürgermeisterwahl hatte angesichts der Corona-Krise als reine Briefwahl stattgefunden. Die Wildecker konnten noch bis Sonntagabend, 18 Uhr, ihre Wahlunterlagen im Rathaus abgeben.

Historische Wahl für Hessen: Bekanntgabe im kleinen Kreis

Das vorläufige amtliche Endergebnis gab Wahlleiter Hans-Joachim Löffler am Sonntagabend wegen der angeordneten Kontakt-Verbote im sehr kleinen Kreis im Rathaus in Obersuhl bekannt, nachdem die Auszählung der Stimmen abgeschlossen war. 

Alexander Wirth war der einzige Kandidat bei der Wahl. Die zweite Amtszeit des 50-Jährigen beginnt am 1. September.

Erste reine Briefwahl in Hessen: Alle anderen Wahlen verschoben

Die Bürgermeisterwahl in Wildeck wird in die Geschichtsbücher eingehen. Sie war wegen der Corona-Pandemie die erste reine Briefwahl in Hessen – und wird möglicherweise auch die letzte sein. 

Alle anderen geplanten folgenden Bürgermeisterwahlen werden verschoben und nicht vor dem 1. November stattfinden. Grund für die Verschiebung ist, dass die Ansteckungsgefahr für alle Beteiligten zu hoch wäre.

Reine Briefwahl: Post hatte ordentlich zu tun

Die erste reine Briefwahl in Hessen verlief nach Angaben von Wahlleiter Löffler ohne Probleme. Die Post hatte ordentlich zu tun, eine so große Menge an Briefwahlunterlagen zuzustellen. 

Bürgermeister Alexander Wirth

Etwa 50 Prozent waren per Post an die Wähler versandt worden, der andere Teil wurde von Ehrenamtlichen verteilt. 

Briefwahl in Wildeck: Auszählung an verschiedenen Orten

Vier Briefwahlvorstände begannen mit der Auszählung der Stimmen am Sonntag um 18 Uhr. Das geschah an vier verschiedenen Orten, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus auszuschließen, berichtete der Wahlleiter. 

Die Auszählung fand im Bürgerhaus in Obersuhl im Erd- und im Obergeschoss statt, in der Mehrzweckhalle Bosserode und im Rathaus. „Mit der räumlichen Trennung haben wir die Hygienevorschriften eingehalten“, betonte Löffler. 

Die Auszählung der Stimmen dauerte etwas länger als bei einer normalen Wahl, weil zunächst alle Briefumschläge geöffnet und die Unterlagen herausgenommen werden mussten.

Bürgermeister im Amt bestätigt: Stimmen zur Wahl

„Das Wahlergebnis zeigt, dass ein sehr, sehr großer Teil der Bürger mit der Arbeit zufrieden ist, die ich, die wir abgeliefert haben, und darauf bin ich sehr stolz“, betonte Bürgermeister Wirth nach Bekanntgabe des Ergebnisses per Telefon gegenüber unserer Zeitung. 

„Das Ergebnis ist ein Zeichen, dass die Richtung, die ich eingeschlagen habe, richtig ist, und es gibt mir auch viel Kraft für die nächsten sechs Jahre und die vielen Aufgaben, die noch vor uns liegen.“ 

Landrat Dr. Michael Koch war zum Gratulieren – auf Abstand – nach Wildeck gekommen. „Das ist ein sehr überzeugendes Ergebnis und zeigt, dass Alexander Wirth ein anerkannter Bürgermeister ist“, betonte der Landrat ebenfalls im Telefongespräch mit unserer Zeitung nach der Bekanntgabe des Ergebnisses. „Alexander Wirth hat in seiner ersten Amtszeit eine Vielzahl von Problemen erfolgreich angepackt“, sagte Koch.

Von René Dupont

Hersfeld-Rotenburg: Die Zahl der Corona-Infizierten hat sich erneut erhöht. Auch mehrere Bewohner des Kreisaltenheims könnten sich mit dem Virus angesteckt haben.

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