Lob von Volker Bouffier 

Das große Aufräumen nach dem Hessentag in Bad Hersfeld

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„Viele Hände, schnelles Ende“, sagte Mike Schneider von der DLRG, die auf dem Platz der Hilfsorganisationen vertreten war.

Am Tag nach dem Hessentag begann in Bad Hersfeld das große Aufräumen – zumindest dort, wo nicht schon in der Nacht die ersten Arbeiten erledigt worden waren.

Am Tag danach begann das große Aufräumen – zumindest dort, wo nicht schon in der Nacht die ersten Arbeiten erledigt worden waren: Nach dem Hessentag kehrt Bad Hersfeld zur Normalität zurück, doch das geht nicht von jetzt auf gleich. „Bis zum Dienstagabend sollen die Sperrungen auf dem Stadtring wieder aufgehoben werden“, gab Erster Stadtrat Gunter Grimm auf Anfrage unserer Zeitung bekannt, und am Abend darauf soll dann auch die Innenstadt wieder frei befahrbar sein.

HR braucht vier Tage zum Abbauen 

Am Mittwoch dürfen Cafés und Restaurants im Hinblick auf den Feiertag ihre Außengastronomie wieder aufstellen. „Mit Beeinträchtigungen muss aber noch gerechnet werden“, sagte Grimm.

Anderswo wird der Abbau von Zelten, Bühnen und WC-Containern etwas länger dauern. Diese Arbeiten erfolgen zum Teil mit großen Transportern. Alleine vier Tage hat der Hessische Rundfunk für seinen Rückzug aus Schilde-Halle und Schilde-Park veranschlagt. Allerdings: Der Abbau geht in der Regel um einiges schneller als der Aufbau, sind sich die Schaffenden an allen Orten einig. „Viele Hände, schnelles Ende“, meinte Mike Schneider von der DLRG, die während des Fests auf dem Platz der Hilfsorganisationen vertreten war.

Geistalbad schon ab Dienstag wieder geöffnet 

Hessentags-Pressesprecherin Kerstin Kleine, die einen exakten Fahrplan für die Aufräumungsarbeiten vor sich hat, weiß zudem, dass das THW bis Samstag die zusätzlich aufgestellten Leitplanken einsammeln wird.

In der Sparkassen-Arena geht es voran.

Im Jahnpark läuft der Abbau der Sparkassen-Arena, wo die großen Hessentagskonzerte mit Silbermond, Roland Kaiser, ZZ Top und anderen stattgefunden haben. Dort gehen Aufräumen und Abtransport so zügig vonstatten, dass das vorübergehend geschlossene Geistalbad schon am Donnerstag ab neun Uhr wieder geöffnet werden kann.

Doch auch wenn Straßen, Parks und Plätze wieder abgeräumt sind, ist es mit der Arbeit nicht getan: Vielerorts, etwa im Stiftsbezirk und im Kurpark, haben die Rasenflächen unter dem Festtrubel gelitten und müssen bis zum 28. Juni gesäubert und anschließend besonders gepflegt werden.

Schließlich bleiben nach dem Hessentag nur drei Wochen Zeit, bis sich Bad Hersfeld erneut einem großen Publikum von seiner schönsten Seite zeigen will: Zur Festspieleröffnung am 5. Juli.

Lob vom Ministerpräsidenten 

Von Ministerpräsident Volker Bouffier gab es zum Abschluss des 59. Hessentages noch ein großes Dankeschön an die zahlreichen Helferinnen und Helfern. „Die Frauen und Männer des ‘Teams Bad Hersfeld’ haben unser Landesfest erst ermöglicht. Ohne die fleißigen Ehrenamtlichen wäre es undenkbar, dieses wunderbare Fest auszurichten und zu feiern. Sie alle haben engagiert, hilfsbereit und kompetent ihren nicht immer leichten Dienst verrichtet“, sagte Volker Bouffier. 

Da war zumindest das Rad im Schilde-Park noch zu erkennen: Am Morgen waren die Gondeln schon weg, am Mittag war auch das Rad nicht mehr als solches zu erkennen.

Die Stadt Bad Hersfeld mit ihren mehr als 400 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern habe gezeigt, wie bunt und aktiv ihre Bürgerschaft ist. Ausdrücklich dankte der Regierungschef auch den Organisatoren, den Sicherheitskräften und Hilfsdiensten: „Sie haben rund um die Uhr gearbeitet und dafür gesorgt, dass wir ein fröhliches und friedliches Fest feiern konnten.“ Hervorragend sei die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Thomas Fehling und seinem Team gewesen, hob der Ministerpräsident hervor. 

105.000 Gäste am letzten Tag 

Am letzten Tag des 59. Landesfests, am Sonntag, waren noch einmal 105 000 Gäste in die Kur- und Festspielstadt gekommen und hatten sich den bunten Festzug angeschaut. 

Voll aufgegangen sei die Verkehrsplanung, sagt der Bürgermeister. Mehr Menschen als zunächst erwartet seien mit Bussen und Bahnen angereist. Etwa 70 Prozent der Gäste hätten dieses Angebot genutzt. Bürgermeister Fehling dankte seinerseits der Verwaltung und dem Team, aber auch den vielen Partnern, der Polizei und den Rettungsdiensten für ihren Einsatz. Man nehme jetzt auch viele neue Erkenntnisse und Erfahrungen für künftige Veranstaltungen in Bad Hersfeld mit, heißt es. 

"Vollends zufrieden"

Rundum zufrieden zeigten sich auch die integrierten Veranstalter, wie Polizei-Bistro, Natur auf der Spur, Hessische Vereinigung für Trachtenpflege und Hessischer Rundfunk. "Die Besucherzahlen aller Beteiligter waren gut wie selten zuvor, die jeweiligen Veranstalter waren mit mit ihren jeweiligen Veranstaltungsorten vollends zufrieden", heißt es in der Pressemitteilung der Stadt.

Auch die Polizei Osthessen zieht eine durchweg positive Schlussbilanz. „Unser Ziel und Auftrag während des zehntägigen Hessentags für bestmögliche Sicherheit der Festbesucherinnen und Festbesucher zu sorgen, ist voll aufgegangen“, zeigen sich die beiden verantwortlichen Polizeiführer Martin Nickl und Hans-Dieter Blum mit dem Verlauf des Landesfestes in Bad Hersfeld aus polizeilicher Sicht sehr zufrieden. „Das Straftatenaufkommen war erfreulicherweise gering“, betont Martin Nickl und Hans-Dieter Blum ergänzt: „Auch die erwarteten Verkehrsprobleme blieben aus.“ 

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