Wegeführung wird grundlegend geändert

15.000 Besucher werden beim Hessentag am Bahnhof erwartet

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Alles neu am Bahnhof: Während des Hessentags lenkt die Polizei die mit der Bahn an- und abreisenden Besucherströme, wie Rainer Paul erläutert. Rechts im Bild Martin Nickl, Leiter der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg.

Mit bis zu 15.000 Besuchern täglich rechnet die Bundespolizei während des Hessentags am Bad Hersfelder Bahnhof, das sind dreimal so viele wie normal. 

Um die Menschenströme sicher in die Stadt und zurück zu den Zügen zu lenken, wird die Wegeführung am Bahnhof grundlegenden geändert. Über das Konzept informierten Bundes- und Landespolizei jetzt Medienvertreter in der gemeinsam mit der Stadt neu eingerichteten Pressestelle im künftigen Haus der Stadtverwaltung in der Breitenstraße. Dort wird während des Landesfestes auch der Leitstand von Polizei und Veranstaltern sein. Im Herbst dieses Jahres werden dann die städtischen Bediensteten in das ehemalige Telekom-Gebäude einziehen

 Gelassenheit empfiehlt Martin Nickl, Leiter der Polizeidirektion Hersfeld-Rotenburg, den Besuchern des Hessentags in Bad Hersfeld. Und er hat noch einen Tipp: Mehr Zeit einplanen. Warum dies gute Ratschläge sind, erläuterte bei der gemeinsamen Pressekonferenz von Landes- und Bundespolizei Rainer Paul, der für die Bundespolizeiinspektion Kassel die Besucherlenkung am Bahnhof Bad Hersfeld vorstellte.

Denn dort ist während der zehn Tage des Landesfestes alles anders als gewohnt. 5000 Bahnreisende werden hier an normalen Werktagen gezählt, während des Hessentages werden es bis zu dreimal so viele sein. Festbesucher und Fernreisende werden folglich auf unterschiedlichen Wegen in die Stadt oder zu den Zügen geführt. So gilt während des Hessentages, dass die Regionalbahnen grundsätzlich von den Gleisen 1 und 4 fahren, während der Fernverkehr und durchfahrende Züge die Gleise 2 und 3 benutzen.

Weil der Bahnsteig 4/6 nicht über einen Aufzug verfügt, werden über zwei nicht genutzte Gleise Rampen gelegt, über die man ebenerdig auf den Parkplatz vor dem Gebäude der Hersfelder Tafel gelangt. Von dort ist der Lift zur Unterführung erreichbar.

„Sicherheit wird ganz großgeschrieben“, sagte Martin Nickl nicht zum ersten Mal in diesen Tagen, was mit Blick auf den Bahnhof heißt, dass sich die Wegeführungen und Absperrungen an einem denkbaren schlimmsten Fall orientieren. Zwar ist grundsätzlich alles offen, doch bei drohender Überlastung werden Stauräume genutzt und Wege vorgegeben. Dabei ist dafür gesorgt, dass sich gegenläufige Besucherströme nicht kreuzen können. Eine entsprechende Beschilderung wird eingerichtet.

Um möglichst viele Hessentag-Fans mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Bad Hersfeld zu bringen, haben die Verkehrsverbünde den Takt der Regionalzüge Richtung Kassel und Fulda auf jede halbe Stunde verdoppelt. Dabei werden auch Doppelstockzüge eingesetzt.

Für Bahn-Pendler bedeuten die Veränderungen am Bahnhof jedoch Einschränkungen: Nicht nur der neue Park & Ride-Platz auf der Nordseite ist geschlossen, sondern auch Teile der Parkflächen auf der Südseite, die außerhalb der Hessentags-Sperrzonen liegt. Nur etwa 60 Stellplätze stehen dann noch zur Verfügung. Sie sind frei anfahrbar. Die gesperrten Bereiche werden als Stauraum und für Toiletten-Container benötigt.

Stadt-Sprecher Meik Ebert empfiehlt „Kiss & Ride statt Park & Ride“, also das Absetzen und Abholen der Pendler durch Familie, Freunde oder Bekannte.

Der Bahnhof ist allerdings nur ein Brennpunkt für die Polizei, die wegen der speziellen Verkehrssituation in Bad Hersfeld mit rund 500 Kräften im Einsatz sein wird, deutlich mehr als vor einem Jahr in Korbach. Die abgeriegelte Innenstadt sowie die zentrale Lage an der A 7, A 5 und A 4 bedeuten für die Ordnungshüter eine besondere Herausforderung. So wird der Schwerverkehr bereits frühzeitig umgeleitet. Im Zentrum werden dann knapp 1000 Sperren stehen. (ks)

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