Damit alle das Landesfest besuchen können

Fahr- und Begleitservice für behinderte Menschen zum Hessentag in Bad Hersfeld

Auf unserem Bild testet Guido Keil mit seinem Elektrorollstuhl eines der Fahrzeuge. Hinter ihm: Marc Dickey von den Johannitern.

Ein kostenloser Fahr- und Begleitdienst soll auch Menschen mit Behinderungen den Besuch des Hessentags ermöglichen. Sie müssen nur rechtzeitig vorher anrufen.

Auch Menschen mit Behinderungen brauchen auf den Hessentag in Bad Hersfeld nicht verzichten. Die Aktion für behinderte Menschen Hessen richtet mit Unterstützung der Bundeswehr, der Polizei, der Johanniter, der Stadt Bad Hersfeld und den Hildwein-Apotheken einen kostenlosen Fahr- und Begleitdienst ein.

 Nach vorheriger telefonischer Anmeldung (Telefon 01516 / 4679253) werden die Personen zu Hause (Stadtgebiet Bad Hersfeld) oder vom Bahnhof abgeholt, auf Wunsch zur Veranstaltung ihrer Wahl oder über die Hessentagsstraße begleitet und wieder zurück gebracht. Der Service steht vom 7. bis 15. Juni jeweils von 10 bis 22 Uhr und am 16. Juni von 10 bis 13 Uhr zur Verfügung.

Dieses Angebot gebe es jetzt bereits im zehnten Jahr, freut sich Jürgen Damm von der Aktion für behinderte Menschen Hessen. In Korbach sei beim Hessentag 2018 762 Menschen der Besuch des Landesfestes ermöglicht worden, 150 von ihnen wurden nicht nur gefahren, sondern auch begleitet. 

Holen, Bringen, Begleiten: Bundeswehr, Polizei, Johanniter und die Aktion für behinderte Menschen organisieren für den Hessentag in Bad Hersfeld einen Fahr- und Begleitservice für Menschen mit Beeinträchtigungen und werden dabei unter anderem von Apothekerin Saskia Hildwein und der Stadt Bad Hersfeld unterstütz

"Wichtig ist, dass wir den Bedarf vorher kennen und entsprechend Helfer zur Verfügung haben", betont Stabsfeldwebel Henry Albrecht, der sich um die Organisation  der Aktion kümmert. "Einfach anrufen und sagen, jetzt könnte es losgehen, klappt meistens nicht", sagt er. Ein bis zwei Tage vorher Bescheid sagen sei deshalb wichtig. 

Einen Nachweis über ihre Behinderung brauchen die Menschen übrigens nicht. Den Service könne auch in Anspruch nehmen, wer gerade nach einem Unfall ein Gipsbein habe, sagt Oberstleutnant Bernd Lesemann. Und wer keinen eigenen Rollstuhl hat, der bekommt für den Ausflug zum Hessentag einen von den Hildwein-Apotheken geliehen. (zac)

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