Feuerwehr sieht sich gut gerüstet - 400 Schichten in zehn Tagen

Hersfelder Brandschützer haben beim Hessentag viel zu tun

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Freuen sich auf das Landesfest: Links im Bild die Führungsgruppe mit von links Frank Jakob, Christian Bärmann, Tobias Schindler, Meik Jakob, Christian Seelig und (im Fahrzeug) Martin Paul sowie Baris Cokgenc. 

Der Hessentag kann kommen – auch aus Sicht der Feuerwehr. Schon vor zwei Jahren ist bei den freiwilligen Brandschützern Bad Hersfelds mit den ersten Vorbereitungen begonnen worden.

Und zwar mit einem Besuch in Rüsselsheim, wo das Landesfest 2017 gefeiert wurde. Mit den „Vorgängern“ in Korbach hat man sich ebenfalls ausgetauscht.

Einfach übernehmen konnten die Hersfelder die dortigen Strukturen aber nicht, schließlich gilt es, zum Beispiel die geografische Lage und die Verkehrswege in der Stadt zu beachten.

Bad Hersfeld ist während des Hessentags sozusagen in zwei Teile geteilt, trotzdem muss die Feuerwehr im Falle des Falles natürlich überall hinkommen und die Hilfsfrist einhalten können, auf dem Veranstaltungsgelände genauso wie in den umliegenden Orten. „Es steckt sehr viel Organisation dahinter“, berichtet Stadtbrandinspektor Frank Jakob, der Teil der mehrköpfigen Führungsgruppe ist und sein Team gut gerüstet sieht. Ein Gefahrenabwehrkonzept wurde entwickelt und auch am Sicherheitskonzept für das Landesfest waren die Brandschützer beteiligt.

Sieben Löschfahrzeuge werden beispielsweise am Festzugsonntag in der Stadt verteilt, die hessische Landesfeuerwehrschule unterstützt mit einer Drehleiter und einem Löschfahrzeug.

Circa 200 Durchfahrtsgenehmigungen mussten beantragt und etwa 400 Schichten für die zehn Tage verteilt werden. Insgesamt sind rund 300 Kräfte aus Stadt und Kreis im Einsatz, schätzt Frank Jakob, der zudem die „hervorragende Zusammenarbeit“ mit DRK, THW, DLRG und Johanniter Unfallhilfe lobt.

Zugute kommt der Feuerwehr die Bereitschaft einiger Arbeitgeber, Mitarbeiter, die ehrenamtlich Feuerwehrleute sind, zeitweise freizustellen. Auch städtische Mitarbeiter, die bei der Feuerwehr sind, werden während des Hessentags Dienste auf der Feuerwache übernehmen. Besetzt ist diese täglich von 8.45 Uhr bis Veranstaltungsende, am Samstag vor dem Festzug dann sogar 24 Stunden. Ein stets vorhandener Grundschutzzug mit je 15 Feuerwehrkräften soll ein schnelles Ausrücken trotz Straßensperren ermöglichen.

Bei Einsätzen auf der Autobahn werden die Hersfelder von der Feuerwehr Kirchheim, Wildeck-Obersuhl und Homberg/Efze unterstützt.

Dass die Feuerwache vor kurzem mit neuer Technik ausgestattet wurde, freut die Führungsgruppe mit Blick auf den Hessentag ebenso wie auf mögliche Lagen in der Zukunft. Neben einer neuen Brandmeldeanlage und neuer Stromverkabelung für rund 200 000 Euro, wurde auch die IT-Ausstattung erneuert, inklusive einer neuen Software in der Technischen Einsatzleitung. Die Kosten in Höhe von rund 30 000 Euro entfallen je zur Hälfte auf die Budget-Bereiche Feuerwehr und Hessentag.

Der neu ausgestattete Raum für die Technische Einsatzleitung, der sich im Obergeschoss der Feuerwache befindet. 

Für den vorbeugenden Brandschutz auf der Hessentagsstraße sind Tobias Schindler und Joachim Heil zuständig, den vorbeugenden Brandschutz für die Sparkassen-Arena übernimmt Erwin Strunk, Stadtbrandinspektor in Wetzlar. Den Brandsicherheitsdienst in der Stadthalle versehen die Hersfelder selbst, die Dienste in Schilde-Halle, Stiftsruine und Sparkassen-Arena übernehmen Kameraden aus dem Landkreis. „Nur mit eigenem Personal hätten wir das nicht stemmen können“, so Jakob. 

Wie vielfältig die Aufgaben beim Hessentag sind, zeigt übrigens das folgende Beispiel: Beim Festzug sind die Hersfelder Brandschützer auch für das Befüllen einer Tiertränke zuständig. (nm)

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