Ärztlicher Bereitschaftsdienst in Alheim und Rotenburg neu geregelt

Rotenburg/Alheim. Die Ärzte in Alheim und Rotenburg organisieren ab dem 1. Februar den ärztlichen Bereitschaftsdienst an Wochenenden und Feiertagen gemeinsam. Dies bringt einige Änderungen mit sich.

Wer plötzlich erkrankt und nicht bis zum nächsten Werktag warten kann, der muss künftig von Alheim aus in den meisten Fällen nach Rotenburg zu einem Arzt fahren oder bekommt Besuch von ihm, wenn es notwendig ist. Umgekehrt müssen Rotenburger Patienten damit rechnen, nach Heinebach fahren zu müssen.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst für Rotenburg ist unter der bekannten Telefonnummer zu erreichen, nur die Alheimer müssen sich jetzt eine neue Nummer in den Küchenschrank hängen - oder merken. Das dürfte nicht schwer fallen: In den Nummern haben die Obleute für den Bereitschaftsdienst, Dr. Wilfried Rank und Dr. Albrecht Graefe, die Postleitzahlen aufgegriffen.

Obwohl der Dienst gemeinsam geleistet wird, sind immer noch zwei Nummern erforderlich, weil die Alheimer und Rotenburger Ärzte den Bereitschaftsdienst an den Wochentagen nach Schließung der Praxen weiterhin getrennt organisieren. Die Heinebacher Praxis mit Drs. Klementz, Merkel und Kames kümmert sich dann nur um ihre eigenen Patienten. Die Patienten von Dr. Walter Stegmann (Heinebach), der aus Altersgründen keine Bereitschaftsdienste mehr leistet, können sich nach Rotenburg wenden.

Ruhestand sorgte für Änderung

Bis Ende des vergangenen Jahres hatten die Alheimer Ärzte ihren Bereitschaftsdienst zusammen mit Morgschen und Spangenberg organisiert. Weil hier zwei Mediziner in den Ruhestand gegangen sind, wurden die Bezirke neu organisiert. Die Mörscher und Spangenberger gehören jetzt zum Melsunger Bezirk, Alheim zu Rotenburg.

Allerdings gab es zwischen den beiden letzteren Unstimmigkeiten. Bei einer Abstimmung im November hatten sich die Rotenburger gegen einen Zusammenschluss ausgesprochen.

Erst drei Tage vor Weihnachten hatte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) den Zusammenschluss der Alheimer mit den 32 Rotenburger Ärzten verfügt, nachdem es im Vorfeld keine Einigung gegeben hatte. Zum Jahresbeginn hatten die Alheimer Ärzte dann bekannt gegeben, dass sich die Patienten zur Inanspruchnahme des Bereitschaftsdienstes unter der Rotenburger Nummer melden sollten.

Die Alheimer Ärzte waren aber in den Dienstplänen, die bis 2012 fertig waren, noch gar nicht berücksichtigt. Noch bis Ende Januar kümmern sich deshalb die drei Ärzte selbst rund um die Uhr um ihre Patienten.

Die Rotenburger Obleute Rank und Graefe betonen, man wolle eine Verschlechterung der Versorgung für die Patienten so lange wie möglich verhindern. Schon jetzt müssen diese weite Wege etwa zur nächsten diensthabenden Apotheke in Kauf nehmen. Trotz der Unstimmigkeiten sei man aber bemüht, dass die neue Regelung für die Patienten reibungslos funktioniert.

Alheim: 01805 362110 (neu)

Rotenburg:01805 361999 (wie bisher)

Wer die Nummern des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes wählt, bekommt zunächst den Hinweis, dass in lebensbedrohlichen Fällen der Notarzt unter Telefon 112 angefordert werden sollte. Danach folgt die Ansage, welcher Arzt Bereitschaftsdienst leistet. Wer hier nicht auflegt, wird mit dem diensthabenden Mediziner verbunden. Dieser wird dann auch in der Nacht geweckt, sollte also nicht wegen Bagatellen in Anspruch genommen werden.

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