1,6 Millionen Euro weniger Gewerbesteuer

Hersfelder Haushalt droht neues Defizit

Bad Hersfeld. Dem Haushalt der Stadt Bad Hersfeld für das Jahr 2015 droht ein höheres Defizit als erwartet: Mindereinnahmen bei der Gewerbesteuer in Höhe von 1,6 Millionen Euro haben eine neue Deckungslücke aufgerissen. Ohnehin war im Etat schon ein Defizit von einer Million Euro ausgewiesen.

Im regelmäßigen Finanzbericht von Kämmerer Wilfried Herzberg vor dem Haupt- und Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung wurde außerdem bekannt, dass für die städtischen Wirtschaftsbetriebe eine „Gewinnwarnung“ erfolgt ist.

Statt des erwarteten Überschusses von 239.000 Euro wird nun für das laufende Jahr mit einem Minus von knapp unter 200.000 gerechnet.

Für die Verluste soll insbesondere die Vitalisklinik verantwortlich sein. Statt wie vor wenigen Wochen noch per Pressemitteilung gemeldet „auf einem guten Weg“ zu sein, wurden hier offenbar doch wieder rote Zahlen geschrieben.

Bürgermeister Thomas Fehling forderte, dass nun auch Tabus aufgebrochen werden müssten, um den Haushalt noch zu retten. Der Stadtverordnete Hans-Jürgen Schülbe (Fraktionsgemeinschaft) sprach sich für den Verkauf der Vitalisklinik aus, weil sich die Stadt solche Verluste nicht länger leisten könne. (ks)

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