Kommentar zum Asylheim-Bericht des HR: Fehlendes Handwerk

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Syrische Flüchtlinge vor einem Asylwohnheim.

Den Vorwurf des Hessischen Rundfunks (HR), dass die Rotenburger dafür bezahlt werden wollten, dass sie Flüchtlinge bei sich aufnehmen, kommentiert HNA-Redakteur Marcus Janz.

Der HR redet von Geschacher und Erpressung, zeigt düstere Bilder aus den Hinterzimmern der Politik und macht klar: Die Provinzstadt Rotenburg will sich dafür bezahlen lassen, dass sie Flüchtlinge aufnimmt. Das ist an Tendenz kaum zu übertreffen.

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Empörung über Beitrag des HR zum Asylheim in Rotenburg

Natürlich ist Fernsehen ein plakatives Medium, natürlich ist in einem Zweieinhalb-Minuten-Beitrag kein Platz für viele Details. Doch hier geht es nicht um zulässige Meinungsfreudigkeit und notwendige Verkürzung, sondern um journalistisches Handwerk. Und das lässt der HR völlig vermissen. Der Beitrag ignoriert wichtige Informationen, gibt Zitate verkürzt wieder und nennt für zentrale Behauptungen keine Quellen. Das führt den Zuschauer in die Irre, der sich auf die Seriosität eines öffentlich-rechtlichen Senders verlässt.

Es mag ja sein, dass die Rotenburger Resolution ein Thema in der Landesregierung ist. Aber dann kann man sich der Frage - zumal beim sensiblen Thema Flüchtlinge - auch im Fernsehen angemessen annehmen. Das dürfen die Zuschauer für ihre Rundfunkbeiträge auch verlangen.

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