Die neue Ausstellung im Kreisheimatmuseum überrascht mit Schönem und Skurrilem

Hoch das Kaffee-Tässchen

Liebevoll dekoriert: Franz Mansky hat seine neue Ausstellung „Rotenburger Kaffeeklatsch“ im Kreisheimatmuseum bereits weitgehend aufgebaut. Hier zeigt er Kaffeegeschirr aus Schlesien auf einer kunstvoll bestickten Tischdecke. Foto: Schäfer-Marg

Rotenburg. Franz Mansky ist noch immer überwältigt von der Resonanz, die er mit seinem Aufruf erzielte, Gegenstände zum Thema Kaffeeklatsch zur Verfügung zu stellen. „Da wollte mir jemand seine Sammlung mit 500 Kaffeekannen anbieten“, erzählt er. Doch das war selbst Mansky mit seinem Faible für nostalgische Stücke zuviel.

Eine unglaubliche Fülle an Raritäten, Skurrilem und Praktischem konnte er für seine neue Ausstellung „Rotenburger Kaffeklatsch“ zusammentragen. Ab Freitag, 6. März, wird sie offiziell im Kreisheimatmuseum zu sehen sein. Sponsor ist diesmal – wen wundert’s – Café Moritz-Betreiber Lars Weißflog.

Auch Puppengeschirr

Das älteste Stück ist eine Kakao-Kanne der Königlichen Porzellan Manufaktur Berlin von 1805. Vom Puppengeschirr über zierliche Mokka-Tässchen und komplette Services der berühmtesten Manufakturen bis hin zu Original-packungen Klipps-Kaffee findet sich alles, was das Kaffeetrinker-Herz begehrt. Da sind Kaffeekannen aus Thüringen als Frauenfiguren. Der Kaffee fließt aus einer Gurke oder aus dem Maul eines Schweinchens, das die Figur auf dem Arm trägt.

Kunstvoll Besticktes

Es gibt Kaffeemühlen aus verschiedenen Epochen, selbst ein „Mitropa“-Kaffeegedeck aus DDR-Beständen. Das alles findet sich liebevoll dekoriert in Vitrinen oder an Kaffeetischen, die zudem mit kunstvoll bestickten Tischdecken belegt sind. Emaillierte Kannen erinnern an die Zeiten, als man noch bei der Feldarbeit Pause machte, Postkarten zeigen alteingesessene Rotenburger Cafés.

Privatleute aus Rotenburg, Bebra, Breitenbach, Heinebach und Obersuhl haben Utensilien zur Verfügung gestellt. Schnell war Manskys Sorge verflogen, es könne nicht genug Ausstellungsstücke geben. Seine Frau Claudia hatte die Idee zu diesem Thema. Die Ängste ihres Mannes quittierte sie nur mit einem Lächeln.

Die Ausstellung wird bis Sonntag, 7. Juni, mittwochs, freitags und sonntags jeweils von 14 bis 17 Uhr zu sehen sein. Für Gruppen bietet Mansky Sonderführungen an.

Kontakt: Franz Mansky, Telefon 06623/3385.

Von Silke Schäfer-Marg

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