Streit in Hünfelder Flüchtlingsunterkunft eskalierte

Streit eskaliert: 18-Jähriger stirbt nach Messerstecherei

Hünfeld. Ein 18-Jähriger ist am Dienstagabend nach einem Streit in Hünfeld getötet worden. Ein Gleichaltriger hatte ihm nach Polizeiangaben in einer Unterkunft für minderjährige Flüchtlinge mehrfach in den Oberkörper gestochen.

Aktualisiert 17.05 Uhr

Nach der Auseinandersetzung der beiden Männer aus Afghanistan hatte sich das spätere Opfer gegen 22.55 Uhr noch in eine etwa 200 Meter weit entfernte Shisha-Bar an der Töpferstraße geschleppt. Dort alarmierten Zeugen Polizei und Rettungsdienste. Der junge Mann verstarb jedoch aufgrund seiner schweren Stichverletzungen kurz darauf im Rettungswagen. Der zweite Beteiligte und mutmaßliche Tatverdächtige stellte sich der Polizei wenig später in der Nähe des Tatorts und ließ sich widerstandslos festnehmen. In der Unterkunft haben sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft zur Tatzeit mehrere weitere Personen aufgehalten. Sie seien jedoch nicht an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen. 

Die Tatwaffe, ein Küchenmesser aus der Unterkunft, stellte die Polizei bei dem Mann sicher. Warum beide Männer in Streit geraten waren, ist der Polizei laut einer gemeinsamen Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Fulda und den Polizeipräsidium Osthessen bislang nicht bekannt. Vermutet werden demnach Ursachen im persönlichen Bereich der beiden Beteiligten. Hinweise auf fremdenfeindliche Motive hätten sich nicht ergeben. Die Staatsanwaltschaft Fulda beantragt beim zuständigen Amtsgericht in Fulda die Untersuchungshaft gegen den Tatverdächtigen. 

Die Unterkunft in Hünfeld gibt es seit Mai 2015. In ihr leben nach Auskunft des Landkreises Fulda neun Menschen. in einem betreuten Wohnen. Dabei bekommen sie praktische Lebenshilfen und eine erzieherische Betreuung mit dem Ziel, selbstständig Leben zu können.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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