Drittklässler der Bebraer Luisenschule bei Aktion der Deutschen Herzstiftung dabei

Hüpfen fürs gesunde Herz

Auf und nieder, wenn möglich im Takt: die Drittklässler der Luisenschule, rechts hinten verdeckt Pia Bothe von der Deutschen Herzstiftung. Fotos: Henkel

Bebra. Die Zweiersprünge haben ihm sofort gefallen. „Das konnte ich 30 mal“, sagt Lukas Demirdag. Acht ist er und geht in die dritte Klasse der Luisenschule in Bebra.

Wie Lukas haben 90 weitere Drittklässler gestern bei einer Aktion der Deutschen Herzstiftung zu Sprungseilen gegriffen und in der Aktion „Skipping Hearts“ verschiedene Sprünge eingeübt und ihren ein Jahr jüngeren Mitschülern präsentiert. „Skipping“ ist englisch und hört sich natürlich cooler an als „Seilspringen“, weiß auch Pia Bothe von der Deutschen Herzstiftung (Frankfurt), die zwei Tage lang die Schule besuchte. Gemeinsam mit den Sportlehrernübte sie mit den Kindern.

Hinter dem Spaß steckt Ernstes: „Laufen, Springen, Ballspielen - was eigentlich dem natürlichen Bewegungsdrang von Kindern entspricht, gehört nicht mehr selbstverständlich zu deren Tagesablauf“, informiert die Deutsche Herzstiftung. Um Kinder zu mehr Bewegung zu motivieren, hat die Stiftung das Präventionsprojekt „Skippinghearts“ ins Leben gerufen. An Grundschulen wird den Kindern die sportliche Form des Seilspringens beigebracht. Der zweitägige Kurs ist für die Schulen kostenlos, und die Erfolgserlebnisse sollen die Kinder zu mehr Bewegung motivieren, lautet das Konzept.

Begeistert von der Initiative und vom Eifer der Kinder sond auch Schulleiterin Annemarie Warneck und Schulsportleiterin Carmen Hocke. „Es geht darum, dass die Kinder sich ein bisschen bewegen statt vor dem Fernseher zu hocken“, sagt Warneck. Nach nur eineinhalb Stunden Übung klappt schon so einiges, sehen sie wie auch die zuschauenden Zweitklässler, die sich nach der kleinen Darbietung ebenfalls gleich auf die Springseile stürzen. Sechs Euro kosten die Springseile für die Kinder, informiert Pia Bothe. „Die kann man auch in den Nikolausstiefel packen“, sagt sie.

Lukas Demirdag und seine Schulkameraden jedenfalls hatten mächtig Spaß. „Ich hab’s sofort ausprobiert und konnte das gleich“, sagt Oliver Rehn (8), und Johanna Klose (9) sagt: „Ich mag am liebsten die Überkreuzsprünge, die kann ich zehn- oder 20-mal.“

Von Rainer Henkel

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