Erhalt von Schloss Ludwigseck

K+S muss als Ausgleichsmaßnahme Geld in den Naturschutz stecken

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Ludwigsau. Das Kaliwerk Werra und der Eigentümer von Schloss Ludwigseck, Thilo von und zu Gilsa, haben gestern eine Vereinbarung zur naturschutzfachlichen Aufwertung einer 100 Hektar großen Fläche rund um das herrschaftliche Anwesen unterzeichnet.

Das Naturschutzprojekt bei Schloss Ludwigseck gilt als K+S-Ausgleichsmaßnahme für die beabsichtigte Erweiterung der Abraumhalde Hattorf um 72 Hektar. Ziel der auf 50 Jahre ausgelegten Kooperation ist es, etwa 80 Hektar Parkwald wieder herzustellen und 20 Hektar Grünflächen in Parkwald und nicht zu bearbeitende Flächen umzuwandeln. Zwischen neun und zehn Millionen Biotopwertpunkte hat das Werk Werra durch diesen Vertrag nun erworben. Sie werden benötigt, wenn ein Unternehmen beispielsweise immer wieder Eingriffe in die Natur vornimmt.

Im Forst werden jetzt Laubbäume aus dem Wald genommen, die Altbäume bedrängen. Dadurch wird erreicht, dass der Lichteinfall sich günstig auf die Vegetation auswirkt und für bessere Lebensbedingungen von Käfern, Spechten und Fledermäusen sorgt. Zwischen landwirtschaftlich genutzten Flächen und dem Waldbestand sollen Eichen- und Lindenhochstämme gepflanzt werden. Auf den entstehenden Grünflächen werden nach Angaben des Schlossherrn zunächst Ziegen und später Kühe dafür sorgen, dass die Kulturlandschaft erhalten bleibt und nicht sofort wieder verwildert.

Über die Kosten dieser Zusammenarbeit äußerten sich beide Seiten nicht. „Das Geld wird dazu beitragen, das Schloss zu erhalten. Eine Familie wird dadurch hier gut leben können“, sagte Thilo von und zu Gilsa. Und Arno Schütz vom Regierungspräsidium in Kassel glaubt, dass durch die Unterschriften unter den Vertrag mehr Geld in das Säckel des Schlossherren fließen werde, als er durch die Vermarktung von Baumholz auf den betreffenden Flächen hereinholen könnte.

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