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Kluge Analysen, viel Frust und Gerüchte

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Von: Christine Zacharias

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Christine Zacharias, Autor
Christine Zacharias, Autorin © Maaz, Nadine

Über die schrecklichen Nachrichten aus der Ukraine, viel Unmut in Kirchheim und Gerüchte aus dem Friseursalon schreibt Christine Zacharias in unserer Wochenkolumne.

Fassungslos verfolgen wir alle die schrecklichen Nachrichten aus der Ukraine. Ein Krieg diesen Ausmaßes, der russische Einmarsch in ein benachbartes Land – das war bisher unvorstellbar und ist höchst besorgniserregend. Und niemand soll glauben, dass uns das nichts angeht. Dieser Krieg wird auch unser Leben massiv beeinträchtigen und verändern. In Krisenzeiten sind markante Köpfe gefragt, die die Ereignisse einschätzen und erklären.

Einer, der da immer wieder im Fernsehen oder Nachrichtenmagazinen zu sehen ist und mit klugen Analysen überzeugt, ist unser heimischer SPD-Bundestagsabgeordneter Michael Roth, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses und vorher Staatsminister im Auswärtigen Amt.

Frustriert und verärgert ist Kirchheims Bürgermeister Manfred Koch über das Verhalten der Autobahn GmbH des Bundes. Regelrecht erbost hat ihn eine Überschwemmung auf der A5 zwischen Kirchheim und Alsfeld am Sonntag, 6. Februar. An diesem Tag habe zwar stürmisches und regnerisches Wetter geherrscht, aber Hochwasser habe es sonst nicht gegeben. Nur auf der Autobahn. Da stand das Wasser 25 Zentimeter hoch. Die Kirchheimer Freiwillige Feuerwehr musste ausrücken und drei Straßeneinlaufschächte reinigen, damit das Wasser abfließen konnte. Derartige Reinigungsarbeiten sind jedoch nicht die Aufgabe von ehrenamtlichen Feuerwehrleuten an einem Sonntag, stellte der Bürgermeister in einer Information an die Gemeindevertretung klar. Der Notdienst der Autobahn GmbH habe nicht rechtzeitig vor Ort sein können, erfuhr der empörte Bürgermeister. Grundproblem ist seiner Überzeugung nach aber die mangelnde Pflege und Instandhaltung der Autobahnen durch die zuständige Autobahngesellschaft des Bundes. Da passt es ins Bild, dass die Gemeinde Kirchheim monatelang auf Informationen für die Bürger, wie es mit dem Umbau des Kirchheimer Dreiecks weitergeht, wann welche Straßen gesperrt und Umleitungen eingerichtet werden, warten musste. Im Januar sei ein Entschuldigungsschreiben mit der Versicherung, sich umgehend zu kümmern eingetroffen, berichtete Koch. Die Informationen ließen weitere Wochen auf sich warten, stehen aber jetzt auf der Homepage der Gemeinde zur Verfügung.

Eine andere Information hat in den Friseursalons und Gerüchteküchen des Kreises die Runde gemacht: Zalando, Online-Händler für Schuhe, Mode und Kosmetik, wolle sich angeblich in Niederaula niederlassen. Das Unternehmen beantwortete die Anfrage meiner Kollegin Nadine Meier-Maaz prompt: „Pläne für Niederaula gibt es derzeit nicht, zumal die Region in unmittelbarer Nähe zu unserem bestehenden Logistikzentrum in Erfurt sowie dem kürzlich angekündigten Logistikzentrum in Gießen liegt.“ Nicht alles, was so erzählt wird, ist also wahr. (Christine Zacharias)

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