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„Ich bin ein Alheimer für Alheim“: Martin Stückrad (parteiunabhängig) will Bürgermeister werden

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Von: Carolin Eberth

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Martin Stückrad – ein bekanntes Gesicht in Alheim durch seine Arbeit im elterlichen Unternehmen Stückrad MotorWelt in Baumbach, ein Fachgeschäft für Forst- und Gartentechnik – tritt bei der Bürgermeisterwahl in Alheim am 12. März 2023 an. Unterstützt wird er dabei von der Alheimer CDU.
Martin Stückrad – ein bekanntes Gesicht in Alheim durch seine Arbeit im elterlichen Unternehmen Stückrad MotorWelt in Baumbach, ein Fachgeschäft für Forst- und Gartentechnik – tritt bei der Bürgermeisterwahl in Alheim am 12. März 2023 an. Unterstützt wird er dabei von der Alheimer CDU. © Carolin Eberth

Martin Stückrad (parteiunabhängig) aus Baumbach wird am 12. März 2023 bei der Bürgermeisterwahl in Alheim antreten – gegen Dr. Andreas Brethauer (SPD). Der hatte vor einem Monat vorgestellt, welche Schwerpunkte er im Wahlkampf setzen will. Stückrad wird von der Alheimer CDU unterstützt.

Alheim – Für viele Alheimer ist Stückrad ein bekanntes Gesicht aus dem Geschäft seiner Eltern in Baumbach, ein Fachgeschäft für Forst- und Gartentechnik. Hier leitet er aktuell die Abteilungen Ein- und Verkauf, Marketing- und Strategieplanung, Großkunden und Wiederverkäufer, Finanzen, Lager und Logistik. Für den Fall, dass er im März die Wahl gewinnen sollte, seien die Weichen im Betrieb schon gestellt: Dann übernehmen seine Eltern Karl-Heinz und Rosemarie Stückrad, seine Brüder Andreas und Michael Stückrad sowie seine Schwester Birgit Wahl seine Aufgabenbereiche. Auch dem Alheimer Parlament ist Stückrad nicht unbekannt. Denn nach der Kommunalwahl 2011 war er für eine Periode in der Gemeindevertretung für die CDU-Fraktion tätig – auch damals ohne Mitglied in der Partei zu sein.

Das Motto seiner Kandidatur lautet „Ein Alheimer für Alheim“ und seine Wahlkampagne teilt sich in sechs einzelne Themenbereiche auf: „Unabhängig für Alheim“, „Mit Sympathie und Aufgeschlossenheit“, „Herausforderungen sind Chancen“, „Finanzen ordnen und wirtschaftlich handeln“, „Für ein familienfreundliches Alheim“ und „Ich bin für alle Ortsteile in Alheim da“. Hierzu werde es jeweils eine eigene Plakatkampagne und einzelne Abschnitte mit Unterpunkten in seinem Wahlprogramm geben, kündigt Stückrad an.

Auch über wichtige aktuelle Herausforderungen und Infrastrukturaufgaben in Alheim hat er sich bereits Gedanken gemacht:

Führungskrise beenden

„Aufgrund der aktuellen Situation im Zusammenhang mit der Abwahl des vorangegangenen Bürgermeisters möchte ich im Falle meiner Wahl dem Gemeindevorstand eine frühestmögliche Übernahme des Bürgermeisteramts anbieten. Ich möchte dem Gemeindevorstand, den Mitarbeitern der Gemeinde sowie allen weiteren Beteiligten danken, dass sie mit ihrer Erfahrung und ihrem Engagement für unsere Gemeinde in dieser schwierigen Zeit da sind.“

Kita-Probleme lösen

„Eine der bedeutendsten Aufgaben in der kurz- und mittelfristigen Zukunft wird sein, die Kita-Krise mit all ihren vielschichtigen Personalproblemen zu lösen und das Vertrauen in die wichtige Arbeit der Kindertagesstätten wiederherzustellen. Ich würde im Falle meiner Wahl den Lösungs- und Verbesserungsprozess als übergeordnete Führungspersönlichkeit sehr eng begleiten.“

Niederellenbacher See

„Durch den Ausgang des Bürgerentscheids und den Zusammenschluss der Vereine Niederellenbacher See ist eine enorme Energie und Schaffenskraft in Alheim frei geworden. Ich hoffe jetzt darauf, dass sich die Fraktionen der Gemeindevertretung auf einen breiten Konsens bezüglich der Verpachtung der betroffenen Flächen und eine starke Unterstützung der neuen Vereinsgemeinschaft bei ihrem Vorhaben, den See weiterzuentwickeln, einigen. Dies wäre ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in Alheim, welches weitere Entwicklungspotenziale der Gemeinde und ihrer Ortsteile positiv beeinflussen würde.“

Potenzial VZA

„Der Verwaltungszweckverband Alheimer (VZA) bietet uns die Möglichkeit, Personalkosten durch eine gemeinsame Stellenbesetzung mit der Stadt Rotenburg einzusparen oder uns höher qualifiziertes Personal anteilig nach dem Bevölkerungsschlüssel mit Rotenburg zu teilen. Die Weiterentwicklung dieser Zusammenarbeit ist bereits seit Längerem zum Stillstand gekommen. Alheim könnte zeitnah nach der Wahl seine turnusmäßige Führungsrolle im VZA wieder übernehmen. Aus meiner Sicht sollte man dann zeitnah einen Kosten-/Nutzenvergleich der Ergebnisse der Vergangenheit, der zu erwartenden Ergebnisse in der aktuellen Situation und der zukünftigen Potenziale einer intensiveren Zusammenarbeit durchführen. Die Basis dieser Ergebnisse sollte dann den weiteren Weg weisen und ist gemeinsam mit Rotenburg in enger Abstimmung zu erarbeiten.“

Glasfaser-Ausbau

„Aktuell ist der Glasfaser-Ausbau in Alheim in aller Munde. Aber ein Selbstläufer ist es deshalb nicht. Wenn das Interesse zu klein ist, dann kommt vorerst kein Ausbau zustande. Meiner Meinung nach braucht es hier eine Kraftanstrengung innerhalb der betroffenen Ortsteile der Gemeinde, falls die benötigte Anschlussquote für den Ausbau nicht in der aktuell dafür vorgesehenen Zeit erreicht werden sollte.“

Energieversorgung

„Alheim hat aufgrund seiner frühen Fokussierung der Politik, der Unternehmen und vieler Bürger auf das Thema Erneuerbare Energien sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich der Energieinfrastruktur. Es bietet sich für jeden Einzelnen heute schon an, Energie einzusparen sowie auch von den zahlreichen bereits installierten Solaranlagen erzeugte Energie selbst zu nutzen. Kurzfristig sollten wir über den zusätzlichen Ausbau von bereits vorhandener Energie-Infrastruktur nachdenken. Einfache Beispiele im Bereich Energie sind unsere bestehenden Nahwärmenetze und die Entwicklungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit der Biogas-Anlage in Heinebach wie auch den bestehenden Solarparks. Auf die zukünftige Entwicklung und Vernetzung unserer Energieinfrastruktur würde ich gerne mit meiner Erfahrung und meinem Fachwissen einen besonderen Fokus setzen.“

Gewerbeflächen

„Das Gewerbegebiet in Heinebach steht kurz vor der kompletten Vermarktung aller Flächen. Es wird höchste Zeit, dass man bereits in naher Zukunft im Hinblick auf mögliche Vorplanungen für neue Gewerbeflächen mit den Besitzern der infrage kommenden Grundstücke spricht und die Möglichkeiten erörtert. Der Prozess der Planung wird seine Zeit in Anspruch nehmen, deshalb sollte dieses Thema schnellstmöglich angepackt werden, um nicht die Gemeinde Alheim in ihren Entwicklungsmöglichkeiten auszubremsen.“

Zur Person:

Martin Stückrad (43) wurde im Januar 1980 in Rotenburg geboren. Die erste Zeit wohnte er in Sterkelshausen, danach zog er mit seinen Eltern nach Baumbach, wo er mit seinen drei Geschwistern aufwuchs. Nach dem Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife an der Jakob-Grimm-Schule in Rotenburg leistete er seinen Wehrdienst beim Panzerartilleriebataillon 2 in der Blücher-Kaserne in Hessisch Lichtenau.

Im Anschluss führte ihn sein Studium im Fachgebiet „Allgemeiner Maschinenbau“ an die Technische Hochschule Darmstadt. Nach Abschluss des Vordiploms wechselte er nach München und schloss dort sein Diplomstudium in der technischen Fachrichtung „Energie- und Prozesstechnik“ ab. Nach dem Studium kehrte er zurück nach Alheim, um im Betrieb seiner Eltern mitzuarbeiten, was er bis heute macht.

Mittlerweile wohnt der 43-Jährige mit seiner Frau Bianca und seinen Kindern Carl (fünf Jahre) und Marlene (zwei Jahre) in Lispenhausen. Dort baut die Familie gerade ein Haus und plant, im Frühjahr einzuziehen. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie, Freunden oder beim Freizeitverein FC Lommel 1998. Ansonsten interessiert er sich für die Themen Natur, Technik, Politik und Wirtschaft.

(Carolin Eberth)

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